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Kaarst: Schwengers-Hof wird umgebaut

Kaarst : Schwengers-Hof wird umgebaut

Der 1888 erbaute Vier-Kant-Hof an der Antoniusstraße wird in einen modernen Wohnkomplex mit Einfamilienhäusern und Wohnungen verwandelt. Der ursprüngliche Charakter des Hofes soll erhalten bleiben.

Durch das Einkaufszentrum und die Entwicklung des neuen Wohngebiets in den vergangenen Jahren hat die Vorster Ortsmitte ein neues Aussehen bekommen. Dem wird sich nun der Schwengers-Hof an der Antoniusstraße anpassen. Der Vier-Kant-Hof von 1888 war immer im Besitz der Familie Schwengers. Der landwirtschaftliche Betrieb mit den Milchkühen ist bereits seit 15 Jahren ausgelagert an den Ortsrand, Maria Schwengers und ihr Sohn Bernhard bewohnen heute nur noch das Haupthaus.

"Ohne Nutzung verfällt der Hof langsam. Ich möchte aber seinen Charakter erhalten", sagt Bernhard Schwengers. Deshalb fasste er den Entschluss, das Gehöft in einen Wohnkomplex mit zwölf Einfamilienhäusern und einigen Wohnungen umzubauen. Den Auftrag dazu hat die Firma Schotes aus Mönchengladbach erhalten. Die Ausschachtungen für den ersten Bauabschnitt sind bereits weit fortgeschritten. Auf der grünen Wiese hinter dem Hof entstehen die ersten vier Häuser.

Im Sommer nächsten Jahres werden dann die Scheune und Stallungen abgerissen und neu aufgebaut. Erhalten bleiben das alte Wohnhaus und die Toreinfahrt zur Antoniusstraße mit ihrer Fassade. Auf der Rückseite, zur Martin-Luther-Straße, wird es ebenfalls eine Toreinfahrt geben. "Die neuen Klinkersteine besitzen eine ähnliche Brennung wie die alten Ziegel. Einen Teil, der beim Abbruch erhalten bleibt, möchten wir außerdem wiederverwenden", sagt Bauunternehmer Peter Schotes.

Der ursprüngliche Charakter des Vier-Kant-Hofs bleibt damit erhalten. Die bebaute Fläche vergrößert sich um ein Drittel. Die Einfamilienhäuser sind zweigeschossig mit zusätzlichem Dachboden. Von der Tiefgarage aus sind alle Häuser über den privaten Keller zugänglich. Die Eingangsbereiche mit Vorgärten liegen im Innenhof.

Die Wohnflächen der drei Haustypen liegen zwischen 144 und 215 Quadratmetern. Ein Gartenbereich auf der Rückseite gehört ebenfalls zum Grundstück. Auf dem Dach wird eine Solaranlage für zusätzliche Energiegewinnung installiert. Im Frühjahr 2013 soll das Projekt vollständig abgeschlossen sein. Erste Gespräche mit Interessenten werden bereits geführt. Neben jungen Familien aus Kaarst rechnet Peter Schotes auch mit Neubürgern aus der Großstadt. "Viele Düsseldorfer schätzen den ländlichen Charakter", meint Schotes.

Bernhard Schwengers weiß, was seine Heimat Vorst ausmacht. "Der dörfliche Zusammenhalt. Hier kennt man seine Nachbarn, nichts ist anonym", sagt er — jedoch mit einer kleinen Einschränkung: "Man muss das natürlich auch mögen". Ein Gemeinschaftsbereich im Innenhof soll die Nachbarschaft fördern.

(NGZ/rl)