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Kaarst: Schützen: Vorstandsmitglieder treten zurück

Kaarst : Schützen: Vorstandsmitglieder treten zurück

In den nächsten Tagen bekommen die Mitglieder der St.-Sebastianus-Schützenbruderschaft Holzbüttgen die Einladung zur Jahreshauptversammlung am 20. Januar 2013 zugesandt. Auf der Tagesordnung stehen auch die Wahlen zum Vorstand, und es müssen weitaus mehr Posten neu gewählt werden als üblich.

Turnusgemäß stehen nach drei Jahren unter anderem die Wahlen eines neuen Obersts und des Schießmeisters an. Auch Brudermeister Volker Schöneberg möchte sich zur Wiederwahl stellen. Andere Vorstandsmitglieder haben bereits frühzeitig angekündigt, sich aus familiären oder beruflichen Gründen zurückzuziehen.

Soweit liegt alles noch in einem erwartungsgemäßen Rahmen. Doch nach einer außerordentlichen Mitgliederversammlung im November kündigten vier weitere Personen an, im Januar von ihren Ämtern zurückzutreten. In der Versammlung ging es ausschließlich um die Finanzen der Bruderschaft.

"Auf einer Klausurtagung des Vorstands haben wir gestiegene Kosten und einen Spendenrückgang festgestellt. Es ist zwar nicht dramatisch, aber die Größenordnung ist nicht schön", erklärt Brudermeister Volker Schöneberg. Für steigende Kosten würden etwa neue Verträge mit Musikvereinen, aber auch die Zeltmusik sorgen. Um dies nicht nur über den Kassenbericht in der Jahreshauptversammlung mitzuteilen, entschloss sich der Vorstand zu der außerordentlichen Versammlung, um alle Schützen zu informieren. Hinter vorgehaltener Hand wurde in den vergangenen Monaten des Öfteren Kritik an der Kassenführung geäußert. "Diese Kritik ist nicht greifbar, und es gibt keine Grundlage für die Vorwürfe", sagt Schöneberg.

Ergebnis der Sondersitzung war schlussendlich die Gründung einer Arbeitsgruppe, der Mitglieder außerhalb des Vorstands angehören. Sie soll bis zur Jahreshauptversammlung im Januar kommenden Jahres konstruktive Vorschläge zu Einsparmöglichkeiten erarbeiten. Der Vorstand der St.-Sebastianus-Schützenbruderschaft Holzbüttgen legte zudem eigene Ideen vor. Manche Vorstandsmitglieder sehen in der Arbeitsgruppe allerdings eine Einmischung in die Vorstandsarbeit. Sie erklärten nach der Mitgliederversammlung ihren Rücktritt.

(stef)