Oberstehrenabend im Festzelt Einstimmung auf das Holzbüttger Schützenfest

Holzbüttgen · Einzelne Schützen und Züge haben auf den Oberstehrenabend in Holzbüttgen verzichtet, um sich eine Woche vor dem Schützenfest nicht mit dem Coronavirus zu infizieren.

 Sebastian Hoepfner, Alexander Schalley, Patrik Winterhoff, Christian Purtsch, Stephan Hedwig und Thomas Hoepfner waren die Hauptpersonen.

Sebastian Hoepfner, Alexander Schalley, Patrik Winterhoff, Christian Purtsch, Stephan Hedwig und Thomas Hoepfner waren die Hauptpersonen.

Foto: Stefan Büntig

„Was für ein Gefühl, endlich wieder mit euch hier sein zu dürfen“, freute sich Brudermeister Sebastian Corsten am Samstagabend im Holzbüttger Festzelt. Den Königs- und Oberstehrenabend hatte er zum letzten Mal vor drei Jahren gegeben. Er ist immer auch so etwas wie eine Einstimmung auf das eine Woche später stattfindende Schützenfest. Dass das Zelt bei weitem nicht voll war, ist nicht als Desinteresse der Holzbüttger Schützen am Sommerbrauchtum zu interpretieren, ganz im Gegenteil: Corsten weiß von einzelnen Schützen, aber auch von ganzen Zügen, die die Gefahr einer Corona-Infektion ausschließen wollten und zu Hause blieben, um am kommenden Wochenende gesund und munter Schützenfest feiern zu können.

Das Wetter hätte nicht schöner sein können und deshalb bevorzugten viele Schützen einen Platz unter freiem Himmel vor dem Zelt. Die vertrauten Klänge des Bundesschützenmusikkorps Kleinenbroich waren auch draußen gut zu hören. Als dann auch noch das Bundestambourkorps St. Hubertus Neuss aufspielte, war der Moment gekommen, an dem die beiden Hauptpersonen ins Zelt geleitet wurden, Schützenkönig Stephan Hedwig und Oberst Patrick Winterhoff. Der Brudermeister lobte das große Engagement für die Bruderschaft von Oberst Winterhoff: „Lieber Patrick, du hast, obwohl du erst 32 Jahre alt bist, schon sehr viel für uns getan.“ Winterhoff ist seit 2016 im Amt und jetzt zum fünften Mal als Oberst aktiv. Hedwig hatte vor knapp drei Jahren den Königsvogel von der Stange geholt. Corsten erzählte, dass dies nicht aus einer Laune heraus geschehen, sondern eine lang geplante Entscheidung gewesen sei. 2020, zum 40-jährigen Zugjubiläum, habe sich Stephan Hedwig diesen Traum erfüllen wollen, genau 80 Jahre nach dem Königsschuss seines Urgroßvaters.

Dann reichte Schießmeister Sascha Winterhoff den Männern den Ehrentrunk in einem Zinnbecker. Später wurde die Rezeptur verraten: Ouzo, Sprite und Kirschsirup. Neun Schützen freuten sich über den Regimentsorden: Markus Jonsthövel, Carsten Berger, Christian Frisoli, Friedel Schäfer, Steffen van der Ploeg, Hendrik van Sandten, Daniel Stöcker, Till Drennhaus und Philip Horny. Der König verteilte erste Königsorden. Aus dem traditionellen Schießwettbewerb war Herbert Junkers als König der Könige hervorgegangen.

Nach Einbruch der Dunkelheit zogen die Schützen mit Pechfackeln durch den Ort, auf der Marienstraße erfolgte dann ein Vorbeimarsch am König und seinen Ministern sowie am Oberst. Spätestens jetzt war die Freude auf das bevorstehende Fest geweckt. Als die Schützen wieder zurück ins Festzelt, dass anders als bei den vergangenen Oberstehrenabenden schon in voller Größe auf dem Marienplatz stand, marschierten, dröhnte aus den Boxen Stimmungslieder – darunter auch der in den letzten Wochen viel diskutierte Song „Layla“.

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