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Kaarst: Schnellzüge: Jusos streiten weiter mit der Bahn

Kaarst : Schnellzüge: Jusos streiten weiter mit der Bahn

Anfang Dezember haben sich die Jusos Kaarst-Korschenbroich in einem Schreiben an die Deutsche Bahn gewandt – die Durchfahrt von Schnell- und Regionalzügen an den Bahnhöfen Büttgen, Kleinenbroich und Korschenbroich betreffend.

Anfang Dezember haben sich die Jusos Kaarst-Korschenbroich in einem Schreiben an die Deutsche Bahn gewandt — die Durchfahrt von Schnell- und Regionalzügen an den Bahnhöfen Büttgen, Kleinenbroich und Korschenbroich betreffend.

Ihrer Ansicht nach führt die an den schmalen Bahnhöfen immer wieder zu gefährlichen Situationen (die NGZ berichtete).

In einem Antwortschreiben gibt die Bahn jetzt an, dass die erlaubte Geschwindigkeit für die Bahnhofsdurchfahrten bei 140 Kilometern pro Stunde liegt. Jusos und SPD halten das für deutlich zu hoch. "Als Passant würde man sich schließlich auch nicht dicht neben eine Autobahnspur stellen, wo 140 km/h gefahren werden. Dies würde man zurecht auch als lebensgefährlich bezeichnen", sagt der Sprecher der Jusos, Christophe Kaucke.

Zur Gewährleistung der Sicherheit der Reisenden sind laut Bahn die "optischen Gefahrraummarkierungen in Form der bekannten weißen Linien sowie ergänzende Hinweisschilder" ausreichend. Zusätzlich verweist das Unternehmen auf die an den Bahnhöfen aushängende Hausordnung. Jusos und die SPD widersprechen dem.

Lautsprecherwarnungen

So sei es beispielsweise während des morgendlichen Pendelverkehrs nahezu unmöglich, an den schmalen Bahnhöfen die weiße Linie nicht zu übertreten, heißt es. Die Bahn, so die Jusos, verweise auch darauf, dass ihre Triebfahrzeugführer "intensiv für Gefahrensituationen" geschult würden. Eine genaue Erläuterung, wie eine solche Schulung konkret aussieht, bleibe indes offen. Stattdessen weise die Bahn auf ihre "internetbasierte Sicherheitskampagne" hin, die insbesondere an jugendliche Reisende gerichtet sei.

Auf der Seite würden kurze "YouTube"-Spots gezeigt, die an die Achtsamkeit der Reisenden appellierten. Darin, sagen die Jusos, würden die Jugendlichen jedoch durch konkrete Warnungen auf durchfahrende Züge aufmerksam gemacht. Eine solche Warnung finde aber nicht an den betroffenen Bahnhöfen statt, die sogar noch deutlich schmaler und damit gefährlicher seien als die Bahnhöfe in den Videos. "Ein klarer Widerspruch", wie Christophe Kaucke findet.

In ihrem Antwortschreiben an die Deutsche Bahn fordern die Jusos und die SPD daher, solche automatischen Lautsprecherwarnungen zeitnah an den betroffenen Bahnhöfen in Büttgen, Kleinenbroich und Korschenbroich zu installieren.

(NGZ/rl)