Rosen in allen Variationen zum Valentinstag 2018

Kaarst: Rosen in allen Variationen zum Valentinstag

Zum heutigen Valentinstag werden vor allem Blumen verschenkt. Doch nicht jeder mag den Brauch.

An keinem Tag im Jahr gehen so viele Rosen über den Ladentisch, wie am 14. Februar - dem Valentinstag. Was die einen als kommerziellen Tag verteufeln, ist für andere eine Herzensangelegenheit. So wie für den Kaarster Jürgen Schüssler. "Ich habe eine ganz liebe Frau und schenke ihr gerne etwas. Und wenn es dafür einen Anlass gibt, umso besser", sagt er. Was sie bekomme, das variiere von Jahr zu Jahr. Am heutigen Valentinstag ist es ganz klassisch ein Strauß roter Rosen.

Rote Rosen, das weiß Karola Bender vom Blumenladen Blütenreich in Kaarst, sind der Renner am Valentinstag. "Natürlich verkaufen wir auch andere Rosen und Blumen, aber die roten Rosen in sämtlichen Längen verkaufen wir am häufigsten", sagt die 56-Jährige. Für sie ist der 14. Februar einer der umsatzstärksten Tage im Jahr. Mit drei Mitarbeiterinnen mehr als gewöhnlich und "hunderten Rosen", wie sie sagt, ist sie schon 24 Stunden vor dem Valentinstag bestens vorbeireitet. Denn die ganz eifrigen würden schon einen Tag vorher kommen, "weil es viele wichtig finden, am Valentinstag die Blumen bereits zu haben". Die meisten kämen aber am Valentinstag selber. "Man meint ja immer, die Leute müssen alle arbeiten, aber es kommen erstaunlich viele in den Laden." Wie viele Rosen sie tatsächlich verkauft, das kann sie nicht wirklich vorher sagen.

Was sie berichten kann, ist, dass gerade bei den Mittzwanzigern der "Tag der Verliebten" eine große Rolle spiele. Wer aber meint, es sei eine Geste, die nur bei frisch Verliebten hoch im Kurs stehe, der irrt. Denn Jürgen Schüssler beispielsweise macht seiner Frau bereits seit 22 Jahren diese besondere Freude am 14. Februar.

Dass nicht jeder von diesem Brauch begeistert ist, bestätigt Ansgar Luca aus Vorst. "Ich brauche keinen speziellen Tag, an dem ich meiner Frau zeige, dass ich sie liebe", sagt er. Für ihn sei der Valentinstag eine Erfindung der Blumenindustrie. Schaut man sich in den sozialen Netzwerken um, ist festzustellen, dass er mit seiner Meinung nicht allein ist.

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Wobei das nicht ganz richtig ist, schenkt man der Legende von Bischof Valentin Glauben. Die besagt, dass er damals Liebende traute, die nach kaiserlichem Befehl eigentlich unverheiratet hätten bleiben sollen. Angeblich soll er den frisch vermählten Blumen aus seinem Garten geschenkt haben.

Ob dies eine wahre Geschichte ist, kann keiner sagen. Fakt ist, dass sich wohl die meisten Menschen über Blumen freuen, egal an welchem Tag - auch wenn der Vorster Luca das Gegenteil behauptet: "Meine Frau möchte nichts zum Valentinstag haben." Für sie sei es ebenfalls ein kommerzieller Tag.

Karola Bender hingegen freut sich auch als Floristin über Blumen am 14. Februar. Und bekommt auch welche, wenn nicht schon alle ausverkauft sind. Immerhin weiß sie dann, dass sie ein gutes Geschäft gemacht hat.

(NGZ)