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Kaarst: Reflektoren für den Kreisverkehr

Kaarst : Reflektoren für den Kreisverkehr

Aus Sicherheitsgründen muss der Kreisverkehr an der Hubertusstraße beleuchtet werden. In den Bordstein wurden 370 Glasmarker eingelassen. Die Lösung spart Kosten und lenkt nicht vom künftigen Europa-Kunstwerk ab.

370 kleine, in den Bordstein eingelassene reflektierende Glaskugeln sind die Lösung im Spannungsfeld zwischen Kunst und Sicherheit – jedenfalls, was den Kreisverkehr am Neubaugebiet Hubertusstraße in Büttgen betrifft. In dessen Mittelkreis wird derzeit das Fundament für eine neue Landmarke installiert.

Bis zu 40 Tonnen belastbar

Die Sparkassenstiftung Kaarst-Büttgen schenkt der Stadt zum 25-jährigen Stiftungsbestehen ein Kunstwerk, das von den Salix-Künstlern Rose Köster, Burkhard Siemsen und Christoph Rehlinghaus geschaffen wurde. Mitte Dezember soll es offiziell übergeben werden. Die Motive in der mehr als acht Meter hohen Spirale aus Corten-Walzstahl symbolisieren Europa und sind von innen heraus beleuchtet.

Damit Autofahrer künftig nicht allein auf das Kunstwerk, sondern nach Möglichkeit auch auf die Straße schauen, hat der Landesbetrieb Straßen NRW als Baulastträger der Stadt eine "Sichtbarmachung des Kreisverkehrs" zur Auflage gemacht. Daraufhin wurden von der Verwaltung verschiedene Möglichkeiten geprüft. Die Installation einer Beleuchtung, sagt Stadtsprecherin Sigrid Hecker, wäre zwar machbar, aber sehr kostspielig und aufwendig gewesen. Deshalb fiel die Entscheidung auf den Einbau sogenannter Glasmarker.

Im Winter wurde zunächst ein Provisorium aufgebaut, dass der Landesbetrieb und Vertreter der Stadt begutachteten – mit positivem Ergebnis. Insgesamt wurden daraufhin fast 400 Glasmarker eingebaut, die in einem Abstand von einem Meter in den Bordstein eingelassen wurden. Gesamtkosten: circa 9000 Euro.

Das, heißt es vonseiten der Stadt, seien etwa fünf Prozent der Gesamtkosten für den Kreisverkehr. "Hier wirkt tatsächlich ausschließlich Reflektionslicht", erklärt Hecker. Die Glasmarker seien bis zu 40 Tonnen belastbar, also sehr strapazierfähig und ließen sich zudem recht einfach von städtischen Mitarbeitern austauschen. Einzelkosten: circa 10 Euro. Wartungs- und Stromkosten fielen keine an.

Für Kaarst sind die Glasmarker eine Neuerung. In Kreisverkehren im Außenbereich sollen sie künftig öfter verwendet werden, sagt die Stadtsprecherin. Die Erfahrungen sowie die Resonanz aus der Bürgerschaft seien überaus positiv. Zufrieden sein dürften damit auch die Schöpfer des Europa-Kunstwerks, denn die Reflektorkugeln stören nicht, sondern verbinden – die Ansprüche von Kunst und Verkehrssicherheit.

(NGZ/rl)