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Kaarst: Realschule kocht in neuer Küche

Kaarst : Realschule kocht in neuer Küche

Die Sanierung der Turnhalle und die Erneuerung der Schulküche sind abgeschlossen.

Schulleiter Jürgen Bosse strahlt mindestens so wie die blankpolierten Flächen der renovierten Lehrküche. "Seit Ostern vergangenen Jahres wird hier im Rahmen des Faches Hauswirtschaft gekocht", sagt der 61-jährige. 2016 begann der neue Hauptschulbildungsgang in der Realschule an der Halestraße - das bedeutet, ab der siebten Klasse muss niemand mehr aus Leistungsgründen die Schule verlassen, sondern kann den Hauptschulabschluss hier erwerben.

Das bedeutet aber auch, dass das Fach Hauswirtschaft in den Klassen sieben und acht Pflicht ist, für die Jahrgänge acht und neun ist es freiwillig. "Die alte Küche, die sicherlich 25 Jahre alt war, wurde diesen Anforderungen nicht mehr gerecht", erklärt Bosse, der die Schule seit dem Schuljahr 2004/2005 leitet.

Eine neue Küche war schon länger beantragt - dann ging es aufgrund der veränderten Situation ganz schnell: Der Antrag wurde seitens des Schulverwaltungsamts und der Stadt sofort genehmigt und "im Rat durchgewunken", so der Pädagoge. Jetzt überzeugt die Küche mit vier farblich abgesetzten Bereichen in Gelb, Grau, Blau und Rot plus glänzender Spülen und Keramikkochfeldern.

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Ganz modern: Steckdosensäulen sind verdeckt angebracht und können bei Bedarf herausgezogen werden. Wand- und Bodenfliesen wurden nach gründlicher Reinigung übernommen. Ebenso gelungen ist die Renovierung der in die Jahre gekommenen Turnhalle, die seit Ende der Weihnachtsferien wieder genutzt werden kann. Die kompletten Lüftungs- und Heizungsanlagen wurden erneuert.

Beide befinden sich jetzt im Deckenbereich. Der Boden leuchtet nach Überarbeitung durch Abschleifen in frischem Glanz so wie auch die frisch aufgebrachten bunten Markierungen. Was noch fehlt: neuer Prallschutz an den Wänden und die Renovierung der dahinter liegenden Materialräume. "Hier wird es Rolltore geben", so Bosse. Der Einbau ist für die Osterferien geplant.

Die Sanitärbereiche wurden modernisiert - dort funkeln jetzt Duschsäulen an den Wänden. "Sie werden vor allem von den Vereinen genutzt", weiß Bosse. Die Eingangstüren zur Halle glänzen in mattem Grau. Insgesamt dauerte die Renovierung ein halbes Jahr.

Währenddessen wurde die zweite Halle auf dem Gelände der Martinusschule genutzt, aber trotz Verlegung des Sportunterrichts auf den Nachmittag musste er zeitweise in einigen Klassen ausfallen. Umso mehr freut sich Bosse, dass nun die renovierte Halle auch von der Übermittagbetreuung, die von der Evangelischen Jugend- und Familienhilfe getragen wird, genutzt werden kann: Die Schüler können sich einfach mal eine Stunde in der Halle aufhalten und Sport treiben. Als Nächstes werde die Technik komplett renoviert, so der Schulleiter. "Die Unterstützung von Verwaltung und Politik ist sehr positiv", betont Bosse.

(NGZ)