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Raiffeisenbank Kaarst schüttet drei Prozent Dividende aus

Pläne für Neubau vorerst zurückgestellt : Raiffeisenbank Kaarst schüttet drei Prozent Dividende aus

Trotz der Corona-Pandemie konnte der Vorstand der Raiffeisenbank Kaarst den rund 2400 Mitgliedern bei der Generalversammlung gute Nachrichten verkünden.

Der Umsatzerlös lag nach Angaben der Vorstandsmitglieder Martin Amann und Guido Schaffer bei rund 4,5 Millionen Euro. Der Zinsüberschuss lag bei rund 3,3 Millionen Euro, aus den laufenden Erträgen (Aktien, Investmentfonds) kommen 0,2 Millionen Euro hinzu.

„Wir haben unseren Mitgliedern auch in diesem Jahr eine Dividende von drei Prozent ausgezahlt“, berichtet Amann. Das wurde den Mitgliedern wie im Vorjahr in einer Telefonkonferenz mitgeteilt. „Natürlich war das Jahr 2020 auch für uns eine große Herausforderung“, so Amann weiter. Aber: Die Raiffeisenbank habe es geschafft, die Versorgung der rund 6000 Kunden mit Bargeld, Krediten und sonstigen Dienstleistungen dauerhaft zu gewährleisten. „Das war bei den Rahmenbedingungen nicht einfach. Unsere Mitarbeiter haben das sehr gut gemanagt.“ Die Mitarbeiter haben viele Gespräche nur noch am Telefon oder per Videokonferenz abgewickelt – mit den Kunden, aber auch untereinander. Um die Büros nicht überzubelegen, wurden auch Mitarbeiter ins Homeoffice geschickt. Das hat sich ausgezahlt: Denn bislang ist kein Angestellter positiv auf Corona getestet worden, wie Amann sagt.

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Was im Geschäftsjahr 2020 auffiel: Das Thema Bargeldversorgung ist wegen Corona abgängig. „Mittlerweile wird über die klassische Karte, aber auch über das Handy bezahlt“, sagt Amann, der selbst auch immer das Handy benutzt, weil es komfortabel sei. „Die Bedeutung des Bargeldes ist im Jahr 2020 deutlich zurückgegangen“, sagt Amann. Und die Tendenz für 2021 geht auch zu digitalen Bezahlmethoden. An beiden Standorten in Vorst und in Kaarst sollen die Geldautomaten aber vorerst bleiben, auch wenn er nicht mehr so frequentiert ist und die Gefahr durch Sprengungen besteht. „Das Thema Geldautomaten ist eine große Herausforderung, weil bei Sprengungen auch Menschen in Gefahr geraten können. Das ist für die Banken ein großes Risiko“, sagt Amann.

Die Pläne für den Neubau auf dem Parkplatz hat die Raiffeisenbank vorerst zurückgestellt. „Durch die veränderten Sicherheitsauflagen können wir unser geplantes Raumkonzept nicht aufrecht erhalten“, erklärt Guido Schaffer. Hinzu kommt das Thema Homeoffice, das auch nach Corona aufrecht erhalten wird. Was derzeit nicht geht, sind Schülerpraktika. Die Anfrage ist laut Schaffer zwar da, „aus verschiedensten Gründen können wir derzeit aber keine Praktika anbieten“, sagt er. Dies sei jedoch keine generelle Absage, sobald sich die Lage entspannt hat, würde die Raiffeisenbank auch wieder Praktikanten annehmen.

(seeg)