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Kaarst: Rätseln um nächtlichen Wühler im Garten

Kaarst : Rätseln um nächtlichen Wühler im Garten

Man könnte augenzwinkernd darüber spekulieren, ob es vielleicht der Yeti war, der den Garten von Agnes Bechtold verwüstet hat. Tatsächlich hat die Holzbüttgenerin aber ein echtes Problem. Die Kreisjägerschaft ist eingeschaltet.

Abends bekommt Agnes Bechtold derzeit kaum ein Auge mehr zu. Viel zu sehr beschäftigt sie die Frage, wer oder vielmehr was da, wenn es dunkel ist, in ihren Garten sein Unwesen treibt. Irgendeine Kreatur hat in den vergangenen Nächten den sauber geschnittenen Rasen auf dem 1250 Quadratmeter großen Grundstück der Bechtolds am Schwarzen Weg umgepflügt. Die genaue Identität des "Täters" ist unbekannt. Tiefe, kraftvoll gezogene Furchen und herausgelöste Erdbrocken deuten allerdings darauf hin, dass es sich um ein Tier - und zwar um ein großes - handelt.

Am Mittwochmorgen, erzählt die Holzbüttgenerin, habe sie die Zerstörung erstmals bemerkt. "Zunächst", sagt sie, "war nur der hintere Teil der Rasenfläche betroffen." In der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag muss "Es" dann noch mal zurückgekehrt sein. Wahrscheinlich durch das Gartentörchen zur Straße, denn das, sagt Agnes Bechtold, steht eigentlich immer weit auf. "Mir sind in der vergangenen Woche im Garten größere Kothaufen aufgefallen", erinnert sich Bechtold. "Beim Wegräumen habe ich gesehen, dass da Kirschkerne drin waren. Die Äpfel von unserem Apfelbaum, die auf der Wiese liegen, hat das Tier aber nicht angerührt."

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Auf die Spurenlage können sich auch Experten der Kreisjägerschaft keinen Reim machen. Klar ist: Fuchs und Maulwurf scheiden mit Sicherheit aus. Ein Wildschwein, sagt Hegeringleiter Hans-Gerd Wierichs, sei auf Kaarster Stadtgebiet zuletzt 1956 an der Broicherseite geschossen worden. "Das halte ich für eher unwahrscheinlich." Der Jäger hat vorgeschlagen, eine Kamera aufzustellen. "Dann werden wir ja sehen, was da passiert."

(NGZ)