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Kaarst: Privatteam für die „Mäusekinder“

Kaarst : Privatteam für die „Mäusekinder“

Kaarst Die "Kaarster Mäusebande" kommt: Der erste Kaarster Privat-Kindergarten wird am 2. Januar 2008 an der Alte Heerstraße öffnen. Die Verwaltung hat sich für die neue Einrichtung ausgesprochen.

Angelika Tomm, Geschäftsführerin der Einrichtung, hat schon Personal eingestellt und damit begonnen, die Räume des ehemaligen Roncalli-Kindergartens zu renovieren. Im Interview mit der NGZ erläutert sie das Konzept.

Frau Tomm, wieso glauben Sie, dass Kaarster Eltern ihre Kinder in eine private Kindertagesstätte schicken wollen?

Angelika Tomm Die Eltern mögen verschiedene Motivationsfaktoren haben. Ich gehe aber davon aus, dass der eine oder andere Vorteil unseres Konzeptes oder auch mehrere Punkte gleichzeitig Eltern ansprechen.

Angefangen mit einer pädagogisch hochwertigen Konzeption, der Möglichkeit der U3-Betreuung, lange und flexible Öffnungszeiten von 7.30 bis 19.30 Uhr, die Wahl einer Zwei- bis Fünf-Tage-Betreuungswoche sowie die Möglichkeit der finanziellen Bezuschussung durch den Arbeitgeber eröffnen Familien die Möglichkeit, Beruf und Familie optimal zu vereinen.

Was kommt an finanziellen Beiträgen auf die Eltern zu?

Tomm Die Betreuungskosten hängen von drei Faktoren ab: erstens, vom Alter des Kindes. Nämlich, ob es jünger oder älter als drei Jahre ist. Zweitens, von der Anzahl der Betreuungstage pro Woche. Denn die Eltern bestimmen ja selbst, ob sie ihr Kind zwei oder fünf Tage pro Woche betreuuen lassen möchten.

Drittens, hängen die Kosten für die Eltern von der Beteiligung des Arbeitgebers ab. Wir empfehlen eine 50-50-Aufteilung . Denn viele Arbeitgeber haben erkannt, dass sie eine qualifizierte Kraft an den Betrieb binden können, wenn sie die Betreuung derer Kinder finanziell unterstützen.

Eine Beispielrechnung: Bei einer Fünf -Tage-Woche liegen die Gesamtkosten für Kinder über drei Jahren bei 840 Euro; bei Kindern unter drei Jahren bei 1 150 Euro pro Monat. Wichtig für Eltern: Beiträge, die über 4000 Euro pro Jahr liegen, sind steuerlich absetzbar.

Wieso haben Sie sich gerade für Kaarst als Standort entschieden?

Tomm Das war natürlich ein großer Glücksfall, dass ich von der katholischen Kirche erfahren habe, dass in Kaarst ein Objekt frei wird, in welchem auch vorher ein Kindergarten ansässig war.

Über den Standort Kaarst bin ich überglücklich, da ich der Meinung bin, dass es hier viele Eltern gibt, die genau solch eine Einrichtung suchen, um so beidem gerecht werden zu können: Karriere und Kinderwunsch.

Haben Sie Erfahrungen in diesem Geschäft?

Tomm Nein. Ich selbst bin Betriebswirtin und keine Pädagogin. Aber auch ich bin Mutter einer dreijährigen Tochter, die nebenbei gesagt nicht ganz unbeteiligt an der Entstehung der Kaarster Mäusebande ist. Es ist mir aber gelungen, ein klasse Fachteam zusammen zu stellen.

Zu diesem Team zählen neben erfahrenen Erzieherinnen eine Bildungs- und Sozialmanagerin, eine Kinderkrankenschwester, eine Motopädin und ein native speaker in Englisch.

Welche Auflagen müssen Sie erfüllen?

Tomm Durch die Übernahme der Räumlichkeiten des ehemaligen Roncalli-Kindergartens sind glücklicherweise eine Vielzahl von Auflagen entfallen. Denn da an unserem Standort schon vorher ein Kindergarten war, sind viele Fragen rund um die Auflagen schon längst geklärt.

Aber als Wichtigstes sei an dieser Stelle die Zustimmung des Landschaftsverband Rheinland und des ortsansässigen Jugendamtes zu erwähnen.

Wann geht die Kaarster Mäusebande in den neuen Räumen an der Alte Heerstraße an den Start?

Tomm Wir wollen Anfang Januar 2008 starten - und es sieht so aus, dass das auch so funktioniert. Die Renovierungsarbeiten sind auf gutem Weg, und das passende Personal ist auch schon gefunden.

Info Weitere Infos zur Kaarster Mäusebande können im Internet unter http://www.kaarster-maeusebande.de abgerufen werden. Interessierte Eltern können ab sofort einen Besichtigungstermin in der Kindertagesstätte unter der Telefonnummer 0 21 31 / 7 73 44 45 vereinbaren.

(NGZ)