Kaarst: Prinzenpaar ist gut vorbereitet

Kaarst : Prinzenpaar ist gut vorbereitet

Die Karnevalssession läuft bereits in vollen Zügen – und das Kaarster Prinzenpaar Gabi und Klaus Winterhoff steckt mittendrin. Jetzt wird nur noch gefeiert, aber im Vorfeld gab es einiges zu organisieren.

Die Karnevalssession läuft bereits in vollen Zügen — und das Kaarster Prinzenpaar Gabi und Klaus Winterhoff steckt mittendrin. Jetzt wird nur noch gefeiert, aber im Vorfeld gab es einiges zu organisieren.

Das Kaarster Prinzenpaar Klaus Winterhoff und Gabi Feuchthofen-Karcher reist inzwischen von Termin zu Termin. Los geht's heute Vormittag auf Schloss Moyland, um 22.15 Uhr treten sie bei einem Biwak in Willich auf. Morgen steht das Närrische Biwak ihres Heimatvereins, der Narrengarde Blau-Gold, auf dem Programm. Bis Aschermittwoch wird nur noch gefeiert, doch in den Wochen nach ihrer Proklamation gab es für Prinz und Prinzessin einiges zu organisieren.

Ihr Ornat konnten sie sich vom Prinzenpaar der Session 2002/2003, Henny und Bernd Siedler, leihen. Prinzessin Gabi muss aber vorsichtig beim Laufen sein. "Es ist etwas zu weit, und durch das Gewicht des Kleides wird es nach unten gezogen und ich trete öfters drauf", sagt sie. Zehn Minuten vor ihrer Proklamation wurde es noch eilig mit Stecknadeln angepasst, jetzt hat sie sich damit arrangiert. Prinz Klaus II. musste sich nur weiße Handschuhe kaufen. Da diese schnell schmutzig werden, hat er sich gleich neun Paar besorgt.

Ebenfalls wichtig bei der Ausstattung eines Karnevalsprinzenpaars ist der Orden zur Regentschaft. Mit blauen und goldenen Strasssteinen sind die Buchstaben K und G der Blickfang. Ansonsten wollte es Klaus Winterhoff lieber dezent halten. Der Orden ist kleiner als sonst üblich. "Ich mag diese großen Klunker nicht", sagt er. Schließlich trage ein hochdekorierter Jeck sowieso schon so viele schwere Orden um den Hals. Bestellt hat das Prinzenpaar 350 Stück — für den Anfang, wie es betont. "Die Prinzessin bützt so gerne, sodass wir im Notfall noch welche nachordern", so Klaus Winterhoff.

Anlässe gibt es genügend: Rund 80 Termine stehen für das Kaarster Prinzenpaar während der Session an. Besonders hervorheben möchte es keinen — mit Ausnahme natürlich der Karnevalssitzungen in ihrer Heimatstadt. Einen Termin sollten sie aber mit dem gebotenen Ernst wahrnehmen: Das Kamellezielwerfen in Niederkrüchten ist ein gutes Training für den Rosenmontagszug in Büttgen. Bei diesem Wettbewerb wirft die Prinzessin mit stets vollen Händen Kamelle in Richtung ihres Prinzen, der sie mit einem Eimer auffangen muss. Wer die meisten Kilos fängt, gewinnt.

Die Bestellung des Wurfmaterials fällt ebenfalls in den Aufgabenbereich des Prinzenpaars. Zusammen mit ihren Gardisten kommen sie auf rund 700 Kilogramm Kamelle. Dabei wird nicht die billigste Massenware gekauft. Es solle schon etwas sein, was sie auch selber gerne mögen. Außerdem würden nicht nur Süßigkeiten und Blümchen geworfen. "Die Kinder können sich auf eine besondere Überraschung freuen", verspricht Prinzessin Gabi.

(NGZ)