Kaarst: Politik einigt sich über neue Satzung für die Friedhöfe

Kaarst: Politik einigt sich über neue Satzung für die Friedhöfe

Sabine Kühl ist erleichtert. Mehr als ein Jahr hatte sich die SPD-Ratsfrau mit der Friedhofsatzung beschäftigt. "Jetzt haben wir endlich eine Form gefunden, in der wir alles berücksichtigt haben. Sogar die Möglichkeit, Patenschaften für erhaltenswerte Gräber zu übernehmen, ist berücksichtigt. Und dank eines Hinweises der CDU haben wir auch geregelt, was mit dem Urnen aus den Wänden nach Ablauf der Ruhestätte passiert. Die Urnen werden dann anonym bestattet", erklärt die Politikerin.

Kühl hatte der Arbeitsgruppe "Kaarster Friedhofsatzung - Eckpunkte einer Novellierung" angehört, die im vergangen Jahr die Friedhöfe in Kaarst, Büttgen und Vorst begutachtet, den Bedarf beraten und den Entwurf einer neuen Satzung erarbeitet hatte. Im Februar war dieser erstmals im Bau- und Umweltausschuss vorgestellt worden. Im Anschluss ist sie von den Fraktionen und im Gremium mehrfach geprüft und überarbeitet worden. "Wir wollten nichts übersehen", erklärt Kühl, die von der jetzt im Stadtrat verabschiedeten Fassung überzeugt ist. "Sicher werden nicht alle Nutzer ihre individuelle Vorstellung realisieren können. So gibt es etwa bei der Bepflanzung Beschränkungen in der Höhe. Auch Grabplatten müssen einen Anteil der jeweiligen Urnengräber wegen der Entwässerung frei lassen. Wir haben viele Gestaltungsvorschriften geändert. Aber es gibt Notwendigkeiten", so Kühl. Der Stadtrat hat die Satzung verabschiedet. Hunde - ausgenommen Behinderten-Begleithunde - bleiben verboten.

(dagi)