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Kaarst: Politik diskutiert über Facebook

Kaarst : Politik diskutiert über Facebook

Die Grünen wollen, dass die Verwaltung eine städtische Präsenz im Bereich "Social Media" aufbaut. Im Hauptausschuss gingen die Meinungen darüber auseinander. Jetzt beschäftigt sich ein Arbeitskreis mit dem Thema.

Ist es sinnvoll, dass die Stadt Kaarst die Sozialen Netzwerke wie "Facebook" oder Twitter" nutzt? Die Grünen haben jetzt im Hauptausschuss einen entsprechenden Antrag gestellt. Was Christian Gaumitz als Antragsteller kritisierte: "Es ist nicht genügend Leidenschaft da, das Thema offensiver anzupacken." Und er räumte ein, dass die Präsenz in den sozialen Netzwerken personalintensiv sei. Die Verwaltung rechnet mit einer Halbtagsstelle.

Live-Stream aus dem Rat? SPD-Fraktionschefin Elke Beyer ist skeptisch. Foto: Berns, Lothar

Gaumitz wies darauf hin, dass der Rhein-Kreis Neuss schon mitmache — dort könne man sich über die auftretenden Probleme und deren Lösung informieren. Jörg Löhler (FDP) lobte den Verwaltungsvorschlag: Demnach soll mit der Thematik zurückhaltend, aber nicht ablehnend umgegangen werden — der Grünenantrag wird in den Arbeitskreis ADV (Allgemeine Datenverarbeitung) und in die Haushaltsberatungen verwiesen. Für Margot Dubbel (SPD) ist die Zurückhaltung der Verwaltung nachvollziehbar. Allerdings: "Nichts zu tun, wäre nicht gut — wir müssen am Puls der Zeit bleiben." Sie setze darauf, dass die Verwaltung am Ball bleibe.

"Bei uns ist über den Antrag sehr intensiv diskutiert worden, wir haben positive und negative Aspekte gefunden", erklärte Dorothea Zillmer für die CDU. Man müsse mit dem Thema schon weiterkommen, aber innerhalb der Fraktion gebe es noch Handlungsbedarf. Elke Beyer (SPD) riet, sich bei anderen Kommunen, die an dieser Stelle schon weiter seien als die Stadt Kaarst, Erfahrungen einzuholen. Lars Christoph (CDU) empfahl einen einfacheren Weg: "Man kann bei anderen Städten unter ,Facebook' sehen, wie so etwas aussieht." Margot Dubbel mahnte, in dieser Sache alle Ratsmitglieder mitzunehmen und auch die älteren nicht zu überfordern.

Nach längerer Diskussion wurde einstimmig der von der Verwaltung empfohlene Weg beschlossen: Demnach kommt der Antrag in den Arbeitskreis ADV und in die Haushaltsberatungen.

(NGZ)