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Kaarst: Politik begrüßt Elternvotum zur Gesamtschule

Kaarst : Politik begrüßt Elternvotum zur Gesamtschule

Die Politik hat auf das am Donnerstag von der Verwaltung vorgestellte Ergebnis der Elternbefragung zur Zukunft der weiterführenden Schulen in Kaarst reagiert. Die Auswertung der Erhebung hatte keinen Bedarf für eine Sekundarschule, wohl aber für eine Gesamtschule ergeben.

Christian Gaumitz, Fraktionschef der Kaarster Grünen, sieht in dem Ergebnis ein "eindeutiges Votum der Eltern", das "wie von allen politischen Parteien im Vorfeld erklärt, für die weitere Entscheidung in der Richtung bindend" sei. Eine Gesamtschule, so Gaumitz weiter, biete als durchgehende Schulform mit der Möglichkeit des Abiturs nach 13 Schuljahren eine Alternative zu den Gymnasien. Die Arbeit der Kaarster Haupt- und Realschule sei mit der Befragung weder abgestraft noch abgewertet worden. Sie dokumentiere lediglich den Elternwunsch nach einer alternativen Schulform, die die Option eines höheren Schulabschlusses mit sich bringe.

Auch die SPD begrüßt den Ausgang der Elternbefragung. Dieser sei auch keine Folge einer von der Bezirksregierung aufgezwungenen Berechnungsregel, heißt es. "Eine Aufteilung der ,Unentschlossenen' auf beide abgefragten Schulformen hätte an der Eindeutigkeit des Resultates nichts geändert", so Fraktionschefin Elke Beyer. "Da der von der Bezirksregierung im Genehmigungsverfahren geforderte Beschluss zur Auflösung von Haupt- und Realschule im Ortsteil Büttgen nach Meinung der SPD nur unter dem Vorbehalt ausreichender Anmeldungen gefasst werden kann, macht es Sinn, den Anmeldetermin für die Gesamtschule – wie in einigen Nachbarkommunen – vorzuziehen", sagt Hildegard Kuhlmeier.

Zur Kenntnis genommen und akzeptiert hat das Elternvotum – trotz Präferenz für die Sekundarschule – auch CDU "Die Befragung hat deutlich gemacht, dass von den Eltern eine Sekundarschule nicht ge-wünscht wird", sagt Fraktionschefin Dorothea Zillmer. "Der Trend geht eindeutig zu den Gymnasien, aber auch zu einer neu einzurichtenden Gesamtschule für Kaarst. Diesem Votum der Eltern werden wir selbstverständlich Rechnung tragen und es zur Grundlage für weitere Entscheidungen machen."

(NGZ)