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Kaarst: Platzmangel bedrückt Feuerwehr

Kaarst : Platzmangel bedrückt Feuerwehr

Bei der Jahreshauptversammlung wurde auch die Container-Lösung diskutiert.

Während der Bau der Feuerwache in Büttgen Vorfreude weckt, herrscht in Kaarst Frust. Es mangelt vor allem an Platz. "Wollen Sie die Freiwillige Feuerwehr demotivieren? Waren Sie bei den letzten Jahreshauptversammlungen nicht anwesend? Sehen Sie die Enge hier in der Feuerwache nicht?" Löschzugführer Norbert Faßbender sprach bei der Jahreshauptversammlung Klartext.

"Diese Kritik fordert uns zum Nachdenken auf", sagte Theo Thissen, der seit 1979 für die CDU im Stadtrat sitzt. Anneli Palmen (SPD) sprach sich vehement dagegen aus, an das bestehende Gebäude "Container ranzupappen". Auch dürfe die geplante Rettungswache die Feuerwehr nicht einschränken. Die Rettungswache soll, möglicherweise noch in diesem Jahr, auf dem östlichen Teil des Feuerwehr-Grundstücks errichtet werden. Palmen fände es gut, wenn auf dem westlichen Bereich ein Bau entstehen könnte, der Platz bietet für die Rettungswache, die DLRG und das Rote Kreuz. Dazu Theo Thissen. "Wenn das Gebäude in Büttgen für die Feuerwehr nicht mehr gut genug ist, warum ist es dann gut genug für DRK und DLRG?" Günter Kopp (FDP) wartet auf den Brandschutzbedarfsplan, der im Frühjahr vorliegen soll. Container seien möglicherweise als Übergangslösung erforderlich. "Für die Rettungswache besteht ein gültiger Ratsbeschluss", so Kopp. Bürgermeisterin Ulrike Nienhaus nennt zwei Gründe dafür, dass vier Mitarbeiter vom Kaarster Rathaus in einen Container auf dem Feuerwehr-Areal umgezogen sind: "Durch zusätzliches Personal, bedingt durch die Flüchtlingskrise, wurde es im Rathaus sehr eng. Hauptgrund sind aber die Ausrückzeiten, die eingehalten werden müssen." Alle Mitarbeiter, die nicht mehr im Rathaus, sondern auf dem Gelände der Feuerwehr arbeiten, gehören dem Kaarster Löschzug an und könnten unmittelbar nach der Alarmierung ausrücken.

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Für Stadtbrandinspektor Andreas Kalla sind Container nur eine Übergangslösung - eine, die schnell umgesetzt werden muss. Löschzugführer Norbert Faßbender hat sein Büro bereits zur Verfügung gestellt, muss jetzt Personalgespräche auf dem Flur führen. Die Container sollen rund 120.000 Euro kosten. Sie könnten später immer dort eingesetzt werden, wo gerade zusätzlicher Platzbedarf besteht.

(barni)