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Kaarst: Plan fürs Ikea-Gewerbegebiet

Kaarst : Plan fürs Ikea-Gewerbegebiet

In einer gemeinsamen Haupt- und Planungsausschusssitzung wird am Donnerstag erstmals öffentlich das Konzept für die "Hüngert"-Rahmenplanung vorgestellt. Anschließend sollen die Bürger beteiligt werden.

Wirtschaftsförderer Dieter Güsgen ist zufrieden — erst einmal. Das Rahmenplanungskonzept für das gesamte Gewerbegebiet Kaarster Kreuz, inklusive des neuen Ikea-Standortes und der angrenzenden Handels-, Gewerbe- und Dienstleistungsflächen, steht: schwarz auf weiß in einem 103 Seiten starken Buch, das den Unterlagen zur nächsten gemeinsamen Sitzung des Haupt- und Planungsausschusses beiliegt, und schön bunt im Netz.

Der Umfang der Ausarbeitung zeugt von Arbeit. "Das ist wirklich nichts, was wir aus dem Ärmel gezaubert haben", betont Güsgen. Am Entwurf haben viele Köpfe mitgewirkt. Drei Workshop-Sitzungen mit Vertretern aus Verwaltung, Politik, Handwerk, Handel und vom Förderkreis Holzbüttgen gab es. Das Resultat ist ein Bild dessen, wie Holzbüttgen in ein paar Jahren aussehen kann.

Die Rahmenplanung soll dafür sorgen, dass das gesamte künftige Gewerbegebiet "Hüngert" in das Siedlungs- und Landschaftsbild eingebunden wird, ohne dabei den Wohnstandort Holzbüttgen zu beeinträchtigen.

Dabei geht es um viel — unter anderem um "rechtzeitige Bodenvorratspolitik", die Schaffung von ordentlichen Landschafts- und Grünübergängen, den Ausbau des öffentlichen Personennahverkehrs, die Umsetzung der K 37n (neue Straße zur Autobahn), die Förderung des bestehenden und die Etablierung neuen überregionalen Gewerbes, ein Entwicklungskonzept für den Altstandort und selbstverständlich — die Integration des neuen Ikea-Geländes.

Kurz: Es geht um das große Ganze. "Wir wollen sehen, wo die Reise hingehen könnte", sagt Dieter Güsgen. "Fakt ist: Kaarst braucht, unabhängig von Ikea, neue Gewerbeflächen, sonst wandern die erfolgreichen, ortsansässigen Unternehmen mit Expansionsbedarf ab." Das vorgelegte Konzept ist also ein Entwurf, ein Vorschlag. "Es kann natürlich sein, dass die Politik und die Bürger andere Vorstellungen haben." Am Donnerstag wird die Ausarbeitung in der gemeinsamen HWFA/PVA-Sitzung erstmals öffentlich vorgestellt. Nach den Sommerferien will die Verwaltung Resümee ziehen.

Großen Wert, sagt Güsgen, lege man in jedem Fall auf die Bürgerbeteiligung. "Die war in Kaarst, soweit ich mich erinnern kann, bei noch keinem anderen Projekt so groß angelegt." Vorausgesetzt, die Ausschüsse beschließen es am Donnerstag so, werden die Pläne von Montag, 11., bis Samstag, 23. Juli, in der Rathausgalerie ausgelegt bzw. an Stellwänden präsentiert.

Mitarbeiter des zuständigen Planungsbüros "Drees & Sommer" sollen außerdem an sechs Terminen (Mi, 13. und 20. Juli, 10 bis 12.30 Uhr; Do, 14. und 21. Juli, 16 bis 18.30 Uhr; Sa, 16. und 23. Juli, 10 bis 12.30 Uhr) vor Ort für Fragen und Antworten zur Verfügung stehen. Dort, sagt Güsgen, könne jeder Anregungen und Bedenken loswerden.

(NGZ/rl)