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Kaarst: PCB-Sanierung: Stadt sichert sich Schulcontainer

Kaarst : PCB-Sanierung: Stadt sichert sich Schulcontainer

Schüler, Eltern, Lehrer und jetzt auch die Kommunalpolitiker – sie können aufatmen, im wahrsten Sinne des Wortes: Das PCB-Problem an der Gemeinschaftsgrundschule in Vorst ist ausfindig gemacht, endgültig. Das sagt jedenfalls die Verwaltung. "Die Probesanierung hat keine weiteren Grenzwertüberschreitungen ergeben", berichtete der Technische Beigeordnete Manfred Meuter jetzt dem Bau- und Umweltausschuss. "Auf dieser Basis können wir weiterarbeiten." Am ersten Tag der Sommerferien soll mit der Hauptsanierung begonnen werden. Der Auftrag wird am Donnerstag im Hauptausschuss vergeben.

Schüler, Eltern, Lehrer und jetzt auch die Kommunalpolitiker — sie können aufatmen, im wahrsten Sinne des Wortes: Das PCB-Problem an der Gemeinschaftsgrundschule in Vorst ist ausfindig gemacht, endgültig. Das sagt jedenfalls die Verwaltung. "Die Probesanierung hat keine weiteren Grenzwertüberschreitungen ergeben", berichtete der Technische Beigeordnete Manfred Meuter jetzt dem Bau- und Umweltausschuss. "Auf dieser Basis können wir weiterarbeiten." Am ersten Tag der Sommerferien soll mit der Hauptsanierung begonnen werden. Der Auftrag wird am Donnerstag im Hauptausschuss vergeben.

Foto: Berns, Lothar (lber)

Ein ganzes Schuljahr lang wird der Unterricht in Vorst dann auf dem Schulhof stattfinden. Die Stadt stellt dort sechs Container, sogenannte Schulpavillons, auf. Die Module, sagt Meuter, seien bereits bestellt. Dafür bedurfte es einer Dringlichkeitsentscheidung. Die provisorischen Klassenzimmer sind derzeit gefragt, wohl auch, weil viele Kommunen planen, wegen des Rechtsanspruches auf einen Betreuungsplatz Container als Übergangs-Kitas zu nutzen. "Wir haben von Lieferengpässen gehört", sagt Meuter. "Die Dringlichkeitsentscheidung war nötig, damit die Ersatzklassen rechtzeitig aufgestellt werden können."

Im mit PCB belasteten Schulgebäude wird zunächst der Altbau entkernt. Nach drei Monaten, Ende Oktober, sollen dann alle Schadstoffe beseitigt sein. Der PCB-Schutt, heißt es, werden nicht über den Schulhof, wo die Kinder unterrichtet werden, sondern über die Gebäuderückseite entsorgt. Dann erst beginnt die eigentliche Sanierung. Dabei bekommt das gesamt Gebäude eine neue Wärmedämmung und neue Fenster. Bis zu den Sommerferien 2014 soll mit dem Gesamtaufwasch fertig sein. Die Politik hat die nötigen finanziellen Mittel im Haushalt für 2013 bereitgestellt. Dass es überhaupt zur Sanierung kommt, hat die Schule in erster Linie den Grünen zu verdanken, denn bei der Stadt wurden 13 Jahre alte Messergebnisse und ein "Sanierungsauftrag" aus dem Jahr 1999 in Zusammenhang mit der Auflösung des damals zuständigen Umweltamtes "aus den Augen verloren".

Schon 2002 und zuletzt im Oktober vergangenen Jahres hatten die Grünen das PCB-Thema aufs politische Tableau gebracht. Daraufhin wurde an der Grundschule in Vorst an zwei Stellen noch einmal gemessen. Das Ergebnis: Die vom Gutachter erhobenen PCB-Werte lagen über dem Toleranzbereich von 300 Nanogramm pro Kubikmeter. Mit einer Probesanierung wurde daraufhin nach der Quelle gesucht. Vier Räume im Anbau waren nicht betroffen.

(NGZ/ac)