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Kaarst: Partnerschaftsverein sucht neuen Vorstand

Kaarst : Partnerschaftsverein sucht neuen Vorstand

Mit einem Bilder- und Chansonabend hat der Verein zur Städtepartnerschaft Kaarst-La Madeleine sein 20-jähriges Bestehen gefeiert. Christa Kolling hatte am Computer eine 30-minütige Fotoshow zusammengestellt, die zahlreiche Impressionen aus dem Vereinsleben zeigte.

Im Mittelpunkt standen die Besuche in La Madeleine und der nahen Großstadt Lille. Die Reisen wurden auch für Stippvisiten in Straßburg und Brüssel genutzt. Zuletzt fuhr eine Gruppe Anfang Oktober in die französische Partnerstadt, wo Bürgermeister Sébastian Lepretre im Rathaus einen Empfang anlässlich des 20. Geburtstags des Vereins gab. Mit dem typisch charmanten französischen Akzent führte Serge Cadé im Anschluss durch sein Chansonprogramm mit Werken von Edith Piaf, Enzo Enzo und weiteren Künstlern.

Mit seiner Auswahl wollte Cadé deutlich machen, dass trotz gewisser Unterschiede in Auftreten und Mentalität die Deutschen und Franzosen, eigentlich sogar alle Menschen, gleich seien. Obwohl der Partnerschaftsverein seit 20 Jahren besteht, muss noch zwei Jahre weiter in die Vergangenheit gegangen werden, um die Gründung der Städtepartnerschaft zu dokumentieren.

"Ende der Achtzigerjahre gab es eine Aufbruchstimmung. Jeder wollte am Haus Europa bauen. Deshalb machte sich auch Kaarst auf die Suche nach einer Partnerstadt, die möglichst nicht allzu weit weg ist", erzählte Ilse Vogel, Vorsitzende seit der ersten Stunde des Vereins. Nachdem sich die Bürgermeister und Ratsdelegationen gegenseitig "beschnuppert" hatten, wurden die Partnerschaftsurkunden am 27. Mai 1989 in Kaarst und am 3. Juni 1989 in La Madeleine unterschrieben. Wichtigstes Ziel war, Schüler und Sportler zusammenzubringen.

Um die Kontakte zu organisieren, gründeten am 25. April 1991 23 Kaarster den Partnerschaftsverein. Einen Monat später reisten doppelt so viele nach La Madeleine. Heute zählt der Verein etwa 150 Mitglieder. Zur Jubiläumsveranstaltung kamen zwar nur etwa 30 Gäste, doch Ilse Vogel sagte mit Überzeugung: "Die Partnerschaft lebt". Die Arbeit als Vorsitzende mache ihr bis heute Spaß, trotzdem möchte sie nun einen Nachfolger finden.

(NGZ)