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Kaarst: Parken an der Heinz-Klever-Straße

Kaarst : Parken an der Heinz-Klever-Straße

Pendler können jetzt am Regiobahnhaltepunkt Holzbüttgen/Kaarst Mitte auch auf Kaarster Seite ihr Auto abstellen. Die Regiobahn hat an der Erftstraße gegenüber der Feuerwache einen neuen "Park&Ride"-Platz errichtet. Die Stadt stellte das Grundstück zur Verfügung, das Unternehmen investierte 100.000 Euro.

Pendler können jetzt am Regiobahnhaltepunkt Holzbüttgen/Kaarst Mitte auch auf Kaarster Seite ihr Auto abstellen. Die Regiobahn hat an der Erftstraße gegenüber der Feuerwache einen neuen "Park&Ride"-Platz errichtet. Die Stadt stellte das Grundstück zur Verfügung, das Unternehmen investierte 100.000 Euro.

Insgesamt 20 Parkbuchten stehen zur Verfügung, außerdem einige Fahrradständer. Stadt und Regiobahn hatten anfangs sogar Größeres vor. "Wir dachten über ein zweigeschossiges Parkdeck nach. Das ist hier nicht möglich, aber vielleicht an anderer Stelle", sagt Regiobahn-Geschäftsführer Joachim Korn. Schließlich soll es irgendwann nicht nur Richtung Düsseldorf gehen, sondern auch Richtung Venlo.

"Es gibt viele Willige für das Projekt. Vor allem die Holländer sind daran interessiert, in Düsseldorf auf der Kö einkaufen zu gehen", weiß Korn. Eine Nutzwertanalyse hat für das Projekt einen höheren Wert als Stuttgart 21 ergeben. Allerdings ist die Finanzierung noch völlig offen. Wer auf den Parkplatz fährt, kreuzt die neue Heinz-Klever-Straße. Bürgermeister Franz-Josef Moormann findet die Standortwahl für die nach seinem Amtsvorgänger benannte Straße äußerst passend. "Heinz Klever fühlte sich der Eisenbahn sehr verbunden. Er hat mir selbst seine Modelleisenbahn im Keller gezeigt", sagt Moormann. Klever war von 1968 bis 1999 ehrenamtlicher Bürgermeister der Stadt Kaarst. Für seine Leistungen erhielt er unter anderem das Bundesverdienstkreuz und das Verdienstkreuz 1. Klasse.

Nachdem er 2004 aus dem Stadtrat ausschied, ernannte man ihn zum Ehrenbürgermeister. Am 24. August 2006 starb Klever im Alter von 78 Jahren. "Seine" Straße ist unweit vom Zuhause seiner Familie am Wasserweg. "Als wir im März 1963 nach Kaarst zogen, grasten an dieser Stelle Kühe und Schafe. Alles war freies Feld", erinnert sich die älteste Tochter Sabine Klever.

Jetzt führt die Heinz-Klever-Straße in ein neues Wohngebiet. Dort entstehen auf insgesamt 15 Grundstücken sukzessive Doppelhaushälften und Einfamilienhäuser. Direkt neben dem Parkplatz wurde der bereits bestehende BMX-Fahrradparcours durch neue Sprungschanzen und Steilkurven aufgewertet.

(NGZ)