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Kaarst: Pannenhilfe fürs Fahrrad

Kaarst : Pannenhilfe fürs Fahrrad

Die Tage werden länger, die Temperaturen gehen hoch und die Lust, das Fahrrad für Touren aus dem Winterschlaf zu holen, wächst. Experten des ADFC Kaarst geben Tipps, was Radfahrer beherzigen müssen, um unterwegs mit kleinen Pannen fertigzuwerden.

Wer das Flicken eines Fahrradschlauchs noch nicht versucht hat, dem kann die Angst vor der Panne das Radeln verleiden. "Dabei sind Reifenpannen zwar lästig, aber kein Drama", sagen Horst Lehmer und Hans Niesen vom Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club (ADFC) aus Kaarst. Sie zeigen regelmäßig in Seminaren, wie man nach einer Viertelstunde wieder auf dem Rad sitzt – vorausgesetzt, man hat Flick- und Werkzeug dabei.

Werkzeug Die meisten Reifenpannen lassen sich nur durch Ausbau des defekten Laufrads beheben. Je nach Typ braucht man dafür Schraubenschlüssel. "Da die meisten Schrauben am Fahrrad auch der Fahrsicherheit dienen, sollte man auf Billig-Kombischlüssel verzichten und sich und seinem Fahrrad hochwertiges Werkzeug gönnen", raten die Experten. Es schont Lack, Muttern und Hände und ist Voraussetzung für die sichere Befestigung von Rädern und Bremsen. Zur Grundausstattung gehören weiterhin Flicken, Gummilösung und Schleifpapier sowie Montierhebel aus Kunststoff, um den Reifen leichter abnehmen zu können.

Reifenpanne Bei einer Panne ist zunächst zu prüfen, ob das Ventil fest eingeschraubt und dicht ist – etwas Spucke genügt, um zu erkennen, ob Luftbläschen aus dem Ventil austreten. Ist dies der Fall, muss das Ventil festgeschraubt oder ausgetauscht werden. Dann muss das Rad ausgebaut werden (Reifen seitlich rundum zusammendrücken und mit einem Montierhebel über die Felge hebeln), den Schlauch herausziehen, aufpumpen und an Augen oder Lippen vorbeiführen, um Leckstelle aufzuspüren. Wenn das nicht klappt, hilft nur das Eintauchen des Schlauchs in Wasser. Schlauch rund um das Loch mit Schleifpapier aufrauen, die Gummilösung, nachdem sie gleichmäßig und mit sauberem Finger aufgetragen wurde, etwa fünf Minuten trocknen lassen. Danach den Flicken aufdrücken. Der richtige Luftdruck beugt Reifenpannen vor. Grundsätzlich gilt: Je breiter der Reifen, desto niedriger der Druck.

Beleuchtung Die Beleuchtung ist die mit Abstand am häufigsten von Störungen betroffene Einrichtung am Fahrrad. Oft ist ein Kabel gebrochen oder eine Birne durchgebrannt. Kontakte können unterbrochen sein oder der Dynamo, das Herz der Lichtanlage, ist defekt. Fällt das Licht aus, glimmt nur noch oder flackert, kann eine defekte Antriebsrolle der Grund sein. Je nachdem hilft es, die Achse zu ölen. Zum Austauschen der Birne muss der Scheinwerfer geöffnet werden. Am besten lässt man sich vom Händler beim Kauf zeigen, wie der Scheinwerfer geöffnet wird und welche Birnen benötigt werden. Auch der ADFC ist gerne behilflich.

Fahrradkette Manche abgesprungene Fahrradkette lässt sich sofort wieder auflegen. Ansonsten hilft es, das Fahrrad umzudrehen und die Kette mit den Fingern wieder auf das Ritzel zu legen. Wenn die Kette verkeilt ist, hilft ein Schlüssel oder ein Holzstöckchen als Hebel. Durch vorsichtiges Drehen der Pedalen sollte die Kette wieder in die Führung rutschen.

(NGZ)