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Kaarst: Operette: Wir spielen "Gräfin Mariza"

Kaarst : Operette: Wir spielen "Gräfin Mariza"

Einmal im Jahr gestaltet der Mittwochschor der Musikschule Mark Koll ein Bühnenstück. In diesem Jahr steht eine Operette auf dem Programm, die im Ungarn der 20er Jahre spielt. Die Darsteller Kristina Molzberger, Tobias Leo und Laura Pelzer beschreiben ihre Rollen.

Im Mittwochschor singen Eltern, deren Kinder Unterricht an der Musikschule von Mark Koll haben. Einmal im Jahr gestaltet der Chor ein Bühnenstück, vorzugsweise eine Operette. Jetzt wurde die "Gräfin Mariza" unter der Leitung von Elena Bär einstudiert. Die Geschichte handelt von der attraktiven und reichen Gräfin Mariza und den verarmten Graf Tassilo. Die Darsteller Kristina Molzberger (19), Tobias Leo (29) und Laura Pelzer (17) beschreiben ihre Rollen.

Gräfin Mariza: "Die Gräfin hat keine echten Freunde und ist ziemlich zickig. Ich stelle sie etwas naiver dar, damit sie charmanter wirkt und nicht so bösartig", sagt Kristina Molzberger und erzählt die Geschichte der Gräfin: "Sie wird von allen Männern der Stadt begehrt, alle möchten sie heiraten. Das geht ihr allerdings so sehr auf die Nerven, dass sie eine Verlobung mit einem gewissen Baron Zsupán erfindet. Sie lädt sogar zu einer Feier ein. Diesen Baron gibt es aber tatsächlich. Als er die Verlobungsanzeige liest, denkt er sich, dass er sie auch wirklich heiraten könnte und tritt bei der Feier auf."

Graf Tassilo: "Er ist ein stolzer, ehrlicher Mann. Ein Familienmensch, eine Typ Schwiegermutters Liebling", beschreibt Tobias Leo den Charakter. "Tassilo ist zwar ein Graf, aber verarmt. Er ist zu stolz, um sich Geld von seiner Tante zu leihen, deshalb verkauft er seine Ländereien. Er arbeitet als Verwalter auf einem Gut der Gräfin. Als sie sich kennenlernen, wachsen bei beiden Gefühle füreinander. Doch Tassilo hält das Leben in dem niedrigen Stand als Verwalter nicht mehr aus und schreibt das in einem Brief an einen Freund. Mariza liest diesen Brief und glaubt dann, dass auch er nur ihr Geld will."

Für Kristina Molzberger ist es die erste Rolle überhaupt in einem Bühnenstück. Ihre Lehrerin Elena Bär hält sie nach eineinhalb Jahren Gesangsunterricht bereit dafür und hat ihr die Gräfin Mariza angeboten. Tobias Leo sang acht Jahre im Jungen Chor der Stadt Kaarst und gehörte dem Ensemble der Musikschule erstmals bei den Sommerserenaden in "Jesus Christ Superstar" an. Seine erste Solorolle spielte der 29-Jährige in "Tanz der Vampire". Die dritte wichtige Figur, den Baron Zsupàn, stellt Heinrich Zaharov dar. Dagegen ist Laura Pelzer kurzfristig in eine Rolle geschlüpft.

Zigeunerin Mania: "Als Zigeunerin Mania erzähle ich den Menschen vom Glück. Zu Tassilo sage ich, dass Glück ein schöner Traum sei", sagt sie. Die 17-Jährige hat ihren Auftritt im ersten Akt, ansonsten wird sie mit dem Chor vor allem zu den Finals der drei Akte zu hören sein.

Die Operette vermittelt die Zigeunerromantik im Ungarn den 20er Jahre. "Das Original ist bereits amüsant. Wir spielen es noch etwas überspitzter, so wie eine frische Oper oder ein klassisches Musical", sagt Mark Koll. Er legt bei dem Projekt besonderen Wert auf die gemeinsame Arbeit von Jung und Alt. Begleitet werden die Erwachsenen vom Kinderchor und einem Orchester. Für eine junge Tanzgruppe hat Leonie Zimmermann die Choreographien ausgearbeitet.

(NGZ)