Ausschuss lehnte Antrag ab: Keine "Fair-Trade-Woche": Ohne fair gehandelten Kaffee und Tee

Ausschuss lehnte Antrag ab: Keine "Fair-Trade-Woche" : Ohne fair gehandelten Kaffee und Tee

Im Haupt- und Finanzausschuss wurde jetzt ein Antrag der Bündnisgrünen von allen anderen Fraktionen übereinstimmend abgelehnt: Die Stadtverwaltung sollte nach den Vorstellungen der Grünen verpflichtet werden, am 29. September im Rahmen der bundesweiten Kampagnenwoche zur Förderung des Fairen Handels einen Informationsstand auf dem Kaarster Wochenmarkt zu betreiben. Darüber hinaus sollte zur "Fair-Trade-Woche" ausschließlich fair gehandelter Kaffee und Tee im Rathaus aufgebrüht werden.

Christian Gaumitz (Bündnis 90/Die Grünen) mahnte, "global zu denken und zu handeln". Und er wies auf Folgendes hin: "Der fair gehandelte Kaffee ist nicht anders als der gewohnte." Er sollte schon fünf oder zehn Pfennig mehr pro Tasse wert sein. Rolf Esser (CDU) eröffnete den Reigen derer, die nichts von diesem Antrag hielten: "Die Stadt ist nicht dafür da, in den Wettbewerb einzugreifen." Und er erinnerte daran, dass im Rahmen eines Versuches im Rathaus die fair gehandelten Produkte nicht angenommen worden waren.

Klara Kral (SPD) bezeichnete es als "persönliche Sache eines jeden Haushaltes, nicht Sache der Stadt", welcher Kaffee bevorzugt werde. Und sie ging auf den Hinweis der Bündnisgrünen ein, wonach im gastronomischen Betrieb des Berliner Reichstagsgebäudes fair gehandelte Produkte verkauft werden: "Dieser Vergleich erscheint mir etwas zu hoch gegriffen." "Ob fair oder weniger fair, wer soll das beurteilen?", fragte Eberhard Maier (UWG) und stimmte wie alle anderen Ausschussmitglieder außer dem Vertreter der Bündnisgrünen gegen den Antrag. barni