1. NRW
  2. Städte
  3. Kaarst

Kaarst: Neues Pflegeheim im Westen?

Kaarst : Neues Pflegeheim im Westen?

Ein Investor will auf dem Grundstück hinter der ehemaligen Albert-Schweitzer-Schule eine neue Senioreneinrichtung bauen. Das Haus soll auf die besonderen Ansprüche von Demenzpatienten ausgerichtet sein.

Im Zusammenhang mit dem entsprechenden Bebauungsplan war immer wieder von einem möglichen dritten Altenpflegeheim in Kaarst die Rede gewesen, und zwar hinter der ehemaligen Albert-Schweitzer-Schule im Nordwesten von Kaarst, zwischen Alte-Heer- und Broicherdorfstraße. Fest steht jetzt, dass es einen Investor gibt, der dort sehr gerne eine "Pflegeeinrichtung der fünften Generation" errichten würde: Die Firma Hout-Consens hat bereits im Jahre 2004 das Haus für die Johanniter an der Straße Im Sandfeld gebaut. Hans Hout unterhält zudem den Viebrock-Musterhauspark in Holzbüttgen. Geschäftsführer Gerd Janssen stellte jetzt das Projekt in nichtöffentlicher Sitzung des Sozialausschusses vor.

Sein Unternehmen hat sich um ein rund 6000 Quadratmeter großes Grundstück beworben. Die Befürchtung, keinen Betreiber für das Haus zu finden, hat Janssen nicht. Er legte jetzt im Ausschuss Zahlen vor, die beweisen sollen, dass es einen entsprechenden Bedarf gibt. "Bisher haben wir 35 solcher Einrichtungen gebaut, die insgesamt 2600 alten Menschen eine Heimat bieten", erklärte Gerd Janssen gegenüber der NGZ. Das neue Haus in Kaarst soll auch auf die besonderen Ansprüche von an Demenz leidenden Senioren ausgerichtet sein. "Es wird dort keine langen Flure geben, sondern eine Betreuung in kleinen, überschaubaren Wohngruppen", sagte der Geschäftsführer.

Gedacht werde aber auch an Menschen, die überwiegend noch alleine für sich sorgen können, die aber Wert auf das Gefühl legen, im Fall des Falles gut aufgehoben zu sein und bestimmte Leistungen abrufen zu können. Für sie soll es im Nordwesten von Kaarst Wohnungen geben, von denen aus das Pflegeheim trockenen Fußes erreicht werden kann. "Wir möchten auch die Tagespflege voran bringen", kündigte Janssen an. Allerdings wurde im Vorfeld häufiger bezweifelt, ob dieser Standort für eine Senioreneinrichtung der richtige sei. "Wenn es 6000 Quadratmeter in der Stadtmitte gäbe, würde ich natürlich die nehmen, aber es gibt sie nicht", sagt Janssen. Falls es zu einer Umsetzung des Projektes kommt, würde er einen Shuttle-Service anbieten und einen kleinen Laden im Haus, in dem Dinge des täglichen Bedarfs eingekauft werden könnten.

Nach einem Träger würde sich die Gesellschaft für Projektentwicklung sofort umsehen, wenn die Stadt grünes Licht für das Grundstück gibt. Janssen geht davon aus, dass der Antrag wohlwollend geprüft wird, nicht zuletzt aufgrund der Arbeit, die Hout-Consens bei der Errichtung des Altenheimes für die Johanniter geleistet hat.

(NGZ)