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Kaarst: Neues Heim für die Sportfreunde

Kaarst : Neues Heim für die Sportfreunde

Der Sportausschuss hat noch keinen Beschluss gefasst, sprach sich aber unisono für das Raumprogramm für das Sportlerheim der Sportfreunde Vorst aus. Der vorliegende Entwurf stammt vom Vorster Architekten Jakob Post.

Die Umsetzung würde rund 580 000 Euro kosten. Der Technische Beigeordnete Manfred Meuter gab zu bedenken, dass das Raumprogramm der entscheidende Faktor für die späteren Baukosten sei. Der Eindruck, dass die Planungen zu üppig ausgefallen seien, entstand aber nicht.

Wenn der idyllische Waldsportplatz aufgegeben wird und auf dem weitläufigen Gelände des Georg-Büchner-Gymnasiums ein Kunstrasenplatz entsteht, sind auch die Tage des jetzigen Sportlerheims gezählt. Im Zusammenhang mit der Erneuerung der Sportanlage hat der Vorster Verein noch zwei Sonderwünsche: So soll auch das Kleinspielfeld beleuchtet werden, außerdem wünschen sich die Sportfreunde Vorst einen Verbindungsweg zum neuen Sportlerheim entlang des Biotops des Georg-Büchner-Gymnasiums. Dies verursacht Kosten von insgesamt gut 51 000 Euro.

Das Büro, das den Kunstrasenplatz plant, hatte auch einen Entwurf für das Sportlerheim vorgelegt. Jetzt setzten sich Vertreter des Vereins mit dem Vorster Architekten Post in Verbindung. Im Ausschuss war man sich schnell einig darüber, dass dieser Plan die maßgebliche Diskussionsgrundlage darstellt.

"Sehr schöne Planung"

Post hat sich für ein zweigeschossiges Gebäude entschieden. Eine Besonderheit ist der 79 Quadratmeter große, sogenannte Erschließungsbalkon, der wie ein umlaufender Balkon aussieht. Treppenhaus und Flure wurden so nach außen verlegt, müssen nicht beheizt werden. Die Nutzfläche des Hauses ohne diesen Erschließungsbalkon liegt bei 316 Quadratmetern. Das Konzept beinhaltet unter anderem vier Umkleiden à 22 Quadratmeter, vier Wasch- und Duschräume, vier Toilettenanlagen, ein 13 Quadratmeter großes Büro, einen 23 Quadratmeter großen Sitzungsraum sowie einen 74 Quadratmeter großen Versammlungsraum.

Daniel Fleck (UWG) kritisierte, es seien zu wenig Toiletten eingeplant. Meuter wies auf die Möglichkeit hin, dass bei Großveranstaltungen die Toiletten der Dreifachturnhalle genutzt werden könnten. "Eine sehr schöne Planung", lobte Uschi Baum (CDU). Für sie ist da Bauprogramm "absolut schlüssig". Anneli Palmen (SPD) freute sich: "Wir sind seit vielen, vielen Jahren einen bedeutenden Schritt weitergekommen." Das geplante Gebäude sei "ein Funktionsbau, der auch die Folgekosten im Blick hat".

Die Verwaltung wird nun eruieren, inwieweit die Sportfreunde Vorst Arbeiten in Eigenregie ausführen können. Manfred Meuter hatte darauf hingewiesen, dass die kalkulierten Kosten rund 250 000 Euro über dem Haushaltsansatz liegen.

(NGZ/jco)