Kaarst: Neuer Radweg nach Neuss

Kaarst: Neuer Radweg nach Neuss

Ein neuer Radweg wird die Verbindung zwischen Kaarst und Neuss einfacher und schöner machen. Entlang des rechten Nordkanal-Ufers führt der Radweg bis zur Einmündung in den Stadtwald.

Wer aktuell mit dem Fahrrad von Kaarst in den Neusser Norden fahren will, folgt dem blauen Band der Euroga-Radroute. Entlang der Neersener Straße führt der Weg über den Nordkanal hinein in das Naherholungsgebiet am "Jröne Meerke". Jetzt will die Stadtverwaltung die Bauarbeiten an der neuen Autobahnbrücke nutzen, um eine zweite, sicherere und schönere Route am rechten Ufer des Nortdkanals zu bauen.

"Die Idee existiert seit 2007, jetzt haben wir die Zustimmung aus dem Planungs- und Verkehrsausschuss und können in den nächsten Monaten mit dem ersten Bauabschnitt beginnen", sagt der Technische Beigeordnete Manfred Meuter. Dabei wird in diesem ersten Bauabschnitt vor allem auf Neusser Seite gebaut werden, bislang müssen die Radfahrer am Ende der Kastanienallee "Am Stadtwald" die Regiobahnschienen kreuzen, um dann auf dem deutlich schmaleren Radweg zur Neersener Straße weiterzufahren.

Der neue Radweg soll eine Alternative bieten und den Radler auf der Süd- Westseite des Nordkanals bis zur Kaarster Stadtgrenze führen. Diese angedachte Verbindung existiert bereits, endet derzeit aber in einer Sackgasse und soll nun bis zum neuen Teilstück ausgebaut werden.

Die Neuplanung trifft nicht von ungefähr auf die derzeit laufenden Bauarbeiten an der neuen Autobahnbrücke über die A57. "Der Fahrradweg führt über diese neue Brücke und zieht sich dann bis hinter das Areal der Viehbrock-Häuser. In weiteren Bauabschnitten soll der Radweg dann entlang der Regiobahn noch weiterführen", sagt Meuter.

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Die Finanzierung ist dabei denkbar kostengünstig. "Alle Beteiligten leisten das, was sie können. Eine ganz tolle Zusammenarbeit, die ich gerne herausstellen möchte", so Meuter. Während die Regiobahn etwa die Vermessungspläne aus diesem Bereich zur Verfügung stellt, teilt sich die Stadt Kaarst mit der Neusser Verwaltung den Personal- und Materialkosten.

Die Regiobahn hat übrigens noch ein ganz anderes Interesse am Neubau der Autobahnbrücke. Durch die Verbreiterung der Unterquerung ist theoretisch ein zweigleisige Führung möglich. "Damit wären die Voraussetzung für einen Haltepunkt in der Morgensternheide geschaffen", sagt Regionbahn-Geschäftsführer Joachim Korn.

Vorerst wird es aber weder einen Ausbau des Gleisbetts noch einen zusätzlichen Haltepunkt geben. "Das Johanna-Etienne-Krankenhaus baut seine Parkplätze aus, damit fallen uns die möglichen Kunden weg", so Korn zurückhaltend. Damit ist diesem Gedanken aber nicht abschließend ein Riegel vorgeschoben.

(NGZ)