1. NRW
  2. Städte
  3. Kaarst

Kaarst: Neuer Name für "Hüngert II"

Kaarst : Neuer Name für "Hüngert II"

Weil für die geplante Erschließungsstraße zum neuen Ikea-Standort ein schlüssiges Beschilderungskonzept notwendig ist, sollen die Gewerbegebiete neue Bezeichnungen bekommen. Aus "Hüngert II" wird "Kaarster Kreuz".

Wer "Kaarster Kreuz" sagt, denkt an Autobahnen: an die A 52 und die A 57, die Hauptverkehrsverbindungen am linken Niederrhein, und — an den nahe gelegenen Düsseldorfer Flughafen. Wer Unternehmer ist und "Kaarster Kreuz" sagt, denkt: "Ein guter potenzieller Standort". Das erhofft sich jedenfalls die städtische Wirtschaftsförderung. Deshalb sprechen Politik und Verwaltung vom ursprünglich "Hüngert II" getauften Gewerbegebiet rund um den neuen Ikea-Standort auch schon seit mehr als zwei Jahren nur noch als "Gewerbegebiet Kaarster Kreuz" — obwohl "Hüngert II" gar nicht unmittelbar am Kaarster Kreuz liegt.

Der Plan oben zeigt einen Auszug aus dem Entwurf für das künftige Beschilderungskonzept im und am neuen Gewerbegebiet. Die Politik muss dieses allerdings erst noch diskutieren und beschließen. Plan: Stadt Kaarst Foto: Stadt Kaarst

Der Haupt-, Wirtschafts- und Finanzausschuss soll den neuen Namen in seiner nächsten Sitzung am kommenden Donnerstag, 26. Juli (18 Uhr, Bürgerhaus, Clubraum 3), nun auch offiziell beschließen. Dieser bezöge sich dann auf das gesamte Gewerbegebiet an der A 57, südlich des Nordkanals, inklusive des jetzigen Gewerbegebiets "Holzbüttgen-Ost". Aus dem Gewerbegebiet "Kaarst-Ost" soll künftig das "Gewerbegebiet Girmeskreuz" werden.

Für die Umbenennungen gibt es aus Sicht der Verwaltung triftige Gründe. Weil für die geplante Erschließungsstraße (K37n) zum neuen Ikea-Standort ein schlüssiges Beschilderungskonzept nötig ist, sollen die Kaarster Gewerbegebiete einprägsame Namen erhalten, die über die bloßen Bezeichnungen der Himmelsrichtungen hinausgehen. "Aus marketingtechnischen Gründen macht es Sinn, Namen zu wählen, die haftenbleiben und die eine bestimmte Botschaft vermitteln", sagt Wirtschaftsförderer Dieter Güsgen. Mit anderen Worten: Von einem aussagekräftigen "Label" erhofft sich die Stadt florierende Grundstücks- und Immobilienverkäufe. "Die Bezeichnung ,Kaarster Kreuz'", so Güsgen, "suggeriert dem externen Betrachter eine hervorragende Verkehrsanbindung." Die geografische Lage sei überregional bekannt. An diese eingeführte und im Verkehrsfunk geläufige Begrifflichkeit wolle man anknüpfen, denn der Standortfaktor "Verkehrsanbindung" sei nachweislich ein wichtiger Umstand bei der Frage, ob sich ein Unternehmen von außerhalb ansiedelt oder nicht.

Auch ein derzeit bebaubares "Filetgrundstück" am Eingang zum jetzigen Gewerbegebiet "Hüngert I" vermarktet die Wirtschaftsförderung bereits unter der Bezeichnung "Kaarster Kreuz". "Interessenten", sagt Güsgen, "gibt es bereits."

(NGZ)