1. NRW
  2. Städte
  3. Kaarst

Kaarst: Neue Spielplätze für Kaarster Kinder

Kaarst : Neue Spielplätze für Kaarster Kinder

Der Jugendhilfeausschuss hat entschieden, dass die bestehende Spielfläche an der Schwalmstraße als solche erhalten bleibt. Auch das Beteiligungsverfahren für den Spielplatz "Hubertusstraße" in Büttgen ist abgeschlossen

Der Trend geht zu größeren, zentral gelegenen Spielplätzen wie dem in der Ortsmitte von Vorst. Aber es geht auch anders. Der Jugendhilfeausschuss beschloss jetzt einstimmig, die bestehende Spielfläche an der Schwalmstraße, unweit der Kaarster Feuerwehr, soweit sie im Besitz der Stadt ist, beizubehalten. Mögliche Alternativen wären zwei Grundstücke im Bebauungsplan "Oberm Garten" gewesen, die allerdings nicht so zentral gelegen sind.

Der Planungsausschuss hat beschlossen, den Jugendhilfeausschuss entscheiden zu lassen. Handlungsbedarf war gegeben, nachdem eine Bauvoranfrage an die Stadt gerichtet worden war. Das Besondere an der rund 1000 Quadratmeter großen Spielfläche an der Schwalmstraße ist: Rund 270 Quadratmeter befinden sich in Privatbesitz. Sie sollen bebaut werden. Gut 700 Quadratmeter bleiben also übrig — nicht gerade üppig. Trotzdem fasste der Jugendhilfeausschuss einen einstimmigen Beschluss.

Jugendamtsleiterin Ute Schnur hatte zuvor Folgendes festgestellt: "Wir benötigen hier auch weiterhin einen Spielraum." Die Fläche dürfe nicht ersatzlos gestrichen werden. Jugenddezernent Heinz Dieter Vogt sprach sich für "Variante 1" aus, wonach die Kinder auch künftig auf der bestehenden, wenn auch um knapp 300 Quadratmeter verkleinerten Fläche spielen sollen. Dorothea Zillmer (CDU) stimmte dem ebenso zu wie Udo Hartings (SPD). Was er gehört hatte: "Anwohner haben gesagt, so viele kleine Kinder gebe es dort nicht mehr."

Stadtjugendpfleger Ralf Schilling ist mit dem Beschluss zufrieden. Diese Lösung sei besser als die beiden angedachten Alternativen in unmittelbarer Nähe zum Johanniter-Wohnhaus für Demenzkranke, auch wenn diese mit rund 1000 Quadratmetern größer ausgefallen wären. Was Schilling an der bestehenden Spielfläche so gut gefällt: "Sie wurde von den Kindern für ihre Zwecke erobert."

Spielgeräte gibt es dort keine. Die Kindern, die dort hinkommen, sind nicht mehr ganz so klein. Sie spielen dort Fußball oder treffen sich bei entsprechendem Wetter zum "Quatschen", auf einer Decke sitzend. Vom Jugendamt geht die Planung jetzt zunächst zurück zur Bauverwaltung: Dort wird die Spielfläche baurechtlich abgesichert, um möglichen Beschwerden von Anwohnern entgegenzuwirken.

Worüber sich Ralf Schilling noch freut: "Das Beteiligungsverfahren für den Spielplatz "Hubertusstraße" in Büttgen ist soeben abgeschlossen worden." Auf dem Regenrückhaltebecken am äußersten Rand des Baugebiets wird dieser auf einer Fläche von insgesamt knapp 2000 Quadratmeter errichtet. Dafür stehen im Haushalt in diesem Jahr 40 000 Euro und in 2014 weitere 170 000 Euro zur Verfügung.

(barni)