1. NRW
  2. Städte
  3. Kaarst

Kaarst: Neue Jungen-Toiletten fürs AEG

Kaarst : Neue Jungen-Toiletten fürs AEG

Die Stadt erledigt während der Schulferien in ihren Einrichtungen wieder umfangreiche Sanierungsarbeiten. Mehr als 800 000 Euro werden insgesamt für Schulen und Kindergärten sowie im Schwimmbad Büttgen investiert. Die größte Maßnahme in diesem Sommer findet am Albert-Einstein-Gymnasium statt. Die Sanierung der Außentoiletten wird damit abgeschlossen.

Nachdem das Mädchen-WC bereits im vergangenen Jahr erneuert wurde, sind jetzt die Jungen dran. Die alten sanitären Anlagen werden abgebaut, die Fliesen abgebrochen. Es ist die erste Komplettsanierung der Toiletten seit dem Bau des Gymnasiums in den 1960er Jahren. In der Zwischenzeit wurden die sanitären Einrichtungen nur in Einzelfällen ersetzt, so dass "wir hier zuletzt eine Vielfalt an Technik hatten", sagt der Technische Beigeordnete Manfred Meuter.

Gemäß der aktuellen Anforderungen der Trinkwasserverordnung werden die Anlagen erneuert. "Im Mittelpunkt steht dabei, eine Stagnation des Wassers und damit die Keimbildung zu verhindern", erklärt Bryan McDonough vom städtischen Gebäudemanagement. In stehendem Wasser entwickeln sich Legionellen. Jede Toilette und jedes Waschbecken wird einzeln angesteuert, die Wasserleitungen werden in einem Kreislauf regelmäßig automatisch gespült. Um Energie zu sparen, werden die zwölf Urinale über eine Kombination aus Bewegungssensor und Zeitschaltuhr automatisch gespült. Die zehn Toiletten besitzen eine Spartaste. "Allerdings führt die Trinkwasserverordnung dazu, dass der Wasserverbrauch durch den Gesundheitsschutz sogar steigt, denn wir müssen die Leitungen öfters durchspülen", sagt Manfred Meuter.

Auf Barrierefreiheit muss die Stadt bei den Außentoiletten nicht achten; Behinderten-Toiletten gibt es an anderer Stelle in der Schule. "Das Thema Inklusion", sagt Meuter, "kommt erst auf. Im Moment ist die Nachfrage noch gering und eine Entwicklung lässt sich schwer abschätzen. Möglicherweise müssen wir in dem Bereich später noch tätig werden."

Für die neuen Jungen-Toiletten zahlt die Stadt 81000 Euro. Fast genauso viel gibt sie für eine Kanalsanierung am AEG aus. Die Grundleitungen sind so alt wie die Schule und weisen inzwischen Schäden auf. Für die Sanierung muss der Schulhof allerdings nicht aufgerissen werden. "Nach dem Inliner-Prinzip wird ein neues Rohr durch das alte geschoben", sagt McDonough. Die neuen Rohre bestehen aus einer Kunststofffaser, die unter der Erde aufgeblasen und durch Hitze erhärtet wird. Damit sollen die Kanäle eine künftige Dichtigkeitsprüfung bestehen.

(stef)