Kunst in Kaarst Kleine Picassos in der VHS

Kaarst · Die Arbeiten des großen Künstlers dienten den Kindern als Vorbild für ihre Werke. Zehn kleine Picassos tummelten sich an drei Tagen in den kühlen Souterrain-Räumen der VHS und fertigten wie ihr großes Vorbild Pablo Picasso Motive nach eigenen Druckvorlagen an.

 Timo (10), Christian (10) und Jan (12) arbeiten in „Picassos Druckwerkstatt“ an ihren Bildern.

Timo (10), Christian (10) und Jan (12) arbeiten in „Picassos Druckwerkstatt“ an ihren Bildern.

Foto: Foto: Judith Michaelis (jumi)/Judith Michaelis (jumi)

Die Idee stammt von Kursleiterin Ursula Ringes-Schages. Der Kunstpädagogin und -therapeutin schienen die Figuren des Künstlers eine gute Vorlage für eine kindgerechte Druckwerkstatt zu sein. So lernten die Kinder zwischen neun und 14 Jahren zum Einstieg Pablo Picasso anhand einer Kurzbiographie und seinen bekanntesten Bildern näher kennen. Wie der große Künstler stellten die Kinder dann mittels verschiedener Drucktechniken ihre Vorlagen her.

Beim Pappdruck wurden Motive wie Delphin, Orca, Friedenstaube oder ein Alien auf starke Pappe aufgemalt, ausgeschnitten, mit Wasserfarbe bestrichen und auf Papier gedruckt. Der Endgestaltung des Bildes waren keine Grenzen gesetzt: Da tummelten sich Delfine im Ozean oder Friedenstauben flogen um die Wette. Schon anspruchsvoller war die Linoleum-Platte: Katharina zeichnete ein Zebra darauf, schnitzte die Konturen mit dem Messer nach, strich sie mit schwarzer Farbe an und drückte das Zebra vorsichtig auf weißes Papier: Der entstandene Druck hatte einen verblüffend realen Effekt mit gut herausgearbeiteten weißen und schwarzen Streifen. Der Stempeldruck kam bei einer Sommerwiese zum Einsatz. In weiche weiße Platten schnitzten die Kinder diverse Motive, versahen alles mit einem Holzgriff und schufen so ihre eigenen Stempel, mit denen sich prima drucken ließ.

Johanna versuchte sich in der Monotypie, bei der nur ein einziges Exemplar eines Motivs ediert wird: Sie zeichnete blind einen Fuchs, legte das Ganze unter Glas und malte die Linien nach. Anschließend drückte sie das Ganze vorsichtig auf Papier. Jan und Christian hatten Minions per Pappdruck erstellt: „Dafür braucht man nicht so viele Farben“, meinten sie. Ihnen gefiel der Kursus deshalb so gut, weil sie einiges über den ihnen bis dahin unbekannten Pablo Picasso lernten und sie die Drucktechniken sehr inspirierend fanden. Davon lässt sich auch einiges zu Hause nachmachen.

Alle Kinder waren konzentriert bei der Sache und bekamen viele hilfreiche Tipps von Ursula Ringes-Schages: „Wir hatten gemeinsam wirklich viel Spaß“, sagt sie zufrieden. Der Kursus wurde durch das Kulturrucksack-Programm des Landes NRW gefördert.