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Nabu Kaarst kämpft gegen den Verpackungsmüll

Mit Hilfe von Kaarster Unternehmen : Nabu Kaarst kämpft gegen Verpackungsmüll

Der Ortsverband startet mit Projekten wie Grüner Surfen oder Lebensmittel retten.

An Aschermittwoch hat die Fastenzeit begonnen. Für eine besondere Art des Fastens wirbt der Nabu-Ortsverband Kaarst: Dieser hat Projekte ins Leben gerufen, die die Aktion „Klimafasten“ der evangelischen Kirchengemeinde unterstützen sollen. „Wir wollen diese Aktionen während der Fastenzeit durchführen. Die Angebote einiger Kaarster Unternehmen sind dabei eine gute Unterstützung“, sagt Jutta Tünneßen von der Nabu-Ortsgruppe Kaarst. „Es gibt die Möglichkeit, das in Kaarst umzusetzen, wenn man es umsetzen will“, so Tünneßen weiter.

Grüner Surfen Das deutsche Datenaufkommen erzeugt pro Jahre ungefähr genau so viel CO2 wie der inländische Flugverkehr – knapp 33 Millionen Tonnen. Ständig und überall würden die Deutschen Daten verbrauchen und dadurch viel zu viel Strom verbrauchen. Der Nabu Kaarst zeigt Alternativen auf. So könnten Handynutzer beim Herunterladen von Daten das Wlan anstatt des Mobilnetzes nutzen und dadurch ein Sechstel Energie einsparen. Nicht benötigte Daten, Mails, Fotos von Servern oder aus der Cloud sollten gelöscht werden. Der Nabu bezeichnet das als „digitales Entrümpeln“. Die Suchmaschine „Ecosia“ setzt ihre Gewinne ein, um die Aufforstung zu fördern, andere Suchmaschinen wie Google machen dies nicht. Auch werden die Menschen aufgefordert, weniger zu streamen und stattdessen wieder mehr mit Freunden zu spielen.

Verpackungsmüll reduzieren 38 Kilogramm Plastikmüll produziert jeder deutsche Bürger pro Jahr. Das hört sich wenig an, ist bei der Schwere des Mülls aber ein ordentliches Volumen. Doch es geht auch anders, wie beispielsweise der Kaarster Laden „Randvoll unverpackt“ zeigt. Dort gibt es Nudeln, Getreide, Müsli oder auch Waschmittel ohne Verpackung zu kaufen. Die Kunden sollten nur einen Beutel mitbringen – natürlich nicht aus Plastik, sondern aus Leinen – oder einen Korb.

Lebensmittel retten Jedes zehnte Lebensmittel in Deutschland landet im Müll. Bei der Produktion werden wertvolle Ressourcen verbraucht, die zu schade für die Mülltonne sind. Der Rewe-Markt in Büttgen beteiligt sich seit dem vergangenen Jahr an der Aktion „Too good to go“: Lebensmittel, die sonst im Müll gelandet wären, können von Montag bis Samstag von 13.30 bis 19 Uhr im Markt abgeholt werden. Die Aktion war im vergangenen Jahr erfolgreich: 1600 Lebensmittelretter haben das Angebot angenommen. Wer sich über diese Fastenaktion hinaus für Natur- und Umweltschutz beim Nabu engagieren möchte, ist beim nächsten Gruppenabend am 3. März um 19.30 Uhr auf dem Tuppenhof in Vorst willkommen.