Nabu in Kaarst plant Pflanzung von Apfelbäumen in Driesch

Driesch: Bäume gegen das Artensterben

Auf dem Lammertzhof in Driesch sollten am Donnerstag zehn neue Apfelbäume gepflanzt werden. Doch es gab Probleme bei der Lieferung.

Klimawandel und Artensterben sind zur Zeit Themen, die durch die Medien gehen. Viele sagen, es muss etwas getan werden. Der Naturschutzbund (Nabu) Kaarst sagt es auch, handelt aktiv und möchte mit der Pflanzung von zehn neuen Apfelbäumen ein Beispiel setzen.

Auf dem Lammertzhof in Driesch sollten am Donnerstag die neuen Bäume in die Erde gesetzt werden. Hierfür fanden sich Ulrike Silberbach und drei weitere Helferinnen des Nabu am Nachmittag in Driesch ein, um sich mit Spaten daran zu machen, die Apfelbäume eigenhändig zu setzen. Doch es gab Probleme mit der Lieferung, sodass die Bäume erst in der kommenden Woche geliefert werden können.

  • Kaarst : In Driesch sind Schwalben willkommen

Heinrich Hannen ist einer von drei Landwirten, mit denen der Nabu in diesem Jahr bereits zusammen gearbeitet hat. Er freue sich über die Bäume. Generell möchte der Naturschutzbund mehr Landwirte mit einbeziehen, sagte Ulrike Silberbach. Es wäre wünschenswert, dass mehrere Wildbeete oder Parzellen mit Wildblumen und Sträuchern angelegt würden. Diese bieten eine Nahrungsgrundlage für Insekten und Vögel. Hummeln, Wild- und Honigbienen können mit dem zusätzlichen Angebot breitere Flächen bestäuben.  Sollten allerdings immer weniger Bäume und Sträucher gepflanzt werden, zöge das einen Kreislauf des Todes nach sich. Insekten finden keine Nahrung und Schutz – oder sind durch Insektizide bedroht. Dadurch haben die heimischen Vögel eine geringere Nahrungsgrundlage und die Bestände werden sich verringern.

Es bedarf keiner großen Aktion, um den Nabu und die Natur zu unterstützen. Jeder Bürger mit einem Garten oder auch nur einem Balkon kann Blumen pflanzen. Entsprechendes Saatgut kann beim Naturschutzbund gegen eine kleine Spende erworben werden. Auch die Städte können sich mit der Einrichtung von Wildblumenkorridoren am Naturschutz beteiligen. Oder auch einfach die Grünflächen naturnaher gestalten, so Ulrike Silberbach. Jeder Schritt zählt, egal wie klein, und jeder kann etwas dazu beisteuern, unsere Welt lebhafter zu machen. Der Nabu fasst es mit den Worten  „ein Schneeball kann zur Lawine werden“ zusammen. Neue, aktive Mitglieder sind willkommen.

Mehr von RP ONLINE