Erfolg „der guten Mannschaft der CDU“ zugeschrieben: Moormann: Klarer Sieg

Erfolg „der guten Mannschaft der CDU“ zugeschrieben : Moormann: Klarer Sieg

Von Daniela Buschkamp

Von Daniela Buschkamp

Mit 60 Prozent der Stimmen sichert sich Franz-Josef Moormann (CDU) den Chefsessel im Rathaus. Von den 44 Ratssitzen entfallen 22 auf die CDU, acht auf die SPD, fünf auf die Grünen, jeweils vier auf FDP und UWG und einer auf die Offensive D.

Kurz nach 18 Uhr in der Rathaus-Galerie: Die Wahllokale haben gerade geschlossen, rund 150 Menschen sind in den gläsernen Rathausbau gekommen, um aus erster Hand die neue politische Kräfteverteilung in Kaarst und im Rhein-Kreis zu erfahren. Noch ist die Luft klar, sind die Laugenbrezeln knackig, ist die Stimmung gespannt. Die Frage des Abends: Bleibt Franz-Josef Moormann (CDU) trotz der fünf Mitbewerber Bürgermeister oder muss er sein Amt erst in einer Stichwahl erobern?

Um 20.14 Uhr hat sich einiges getan: In der Rathaus-Galerie ist es eng geworden und laut. Immer mehr Politiker, Familienmitglieder und Vereinsvertreter wollen die Ergebnisse live erfahren. Die Laugenbrezeln sind schon lange verzehrt, mit einem kühlen Bier wird die Anspannung bekämpft, die Luft ist rauchverhangen. Weitgehend unbeachtet flimmert etwas abseits die TV-Wahlberichterstattung über die Mattscheibe.

Doch viel wichtiger: Die Frage des Abends ist schon fast beantwortet. Ein Zwischenergebnis (26 von 45 Stimmbezirken) sieht den CDU-Amtsinhaber Franz-Josef Moormann bei 60,99 Prozent, seine Herausforderer Rolf Rottländer (SPD) bei 17,12 Prozent, Norbert Drüeke (UWG Kaarst) bei 6,89 Prozent, Dr. Frank Lassogga (FDP) bei 5,85 Prozent, Dr. Helga Rochow (Bündnis 90/Die Grünen) bei 6,91 Prozent und Christoph Demuth (Offensive D) bei 2,24 Prozent.

Im Vergleich zum offiziellen Endergebnis, das um 21.40 Uhr vorliegt, nur noch marginale Verschiebungen: Moormann büßt etwas von seinem Vorsprung ein (60 Prozent), Rottländer liegt bei 17,89 Prozent, Drüeke bei 7,0 Prozent, Dr. Lassogga bei 5,97 Prozent, Dr. Rochow bei 6,73 Prozent und Christoph Demuth bei 2,41 Prozent. Unter lautem Jubel seiner Parteifreunde genießt der alte und neue Bürgermeister seinen Wahlsieg, umarmt Frau und Tochter, schüttelt Hände und wirkt einfach nur glücklich - ein Mensch, der sein persönliches Ziel erreicht hat.

Moormann selbst schreibt den Erfolg "der guten Mannschaft der CDU" zu. Man habe die Wähler mit einer "sachlichen Politik" überzeugen können. Gleichwohl, so überzeugt von seinem Erfolg war Moormann nicht: "Dass der Sieg so schön werden würde, davon habe ich nicht zu träumen gewagt." Sein stärkster Herausforderer, Sozialdemokrat Rolf Rottländer, gab noch am Wahlabend die "Parole Hoffnung" aus: "Noch ist die Stichwahl möglich". Allerdings bedauerte er auch, sein persönliches Ziel, Moormann wenigstens in die Stichwahl zwingen zu können, nicht erreicht zu haben. "Wir haben versucht, die Menschen mit Kaarster Themen zu erreichen. Das ist uns nicht gelungen. Mir persönlich tut es sehr leid."

Ein besseres Abschneiden hätte sich wohl auch Dr. Frank Lassogga für die Liberalen gewünscht, obwohl er sich optimistisch gab: "Unser Ergebnis kann sich sehen lassen." Auch Christoph Demuth, parteiloser Kandidat der Offensive D, zeigte sich zufrieden: "Dafür, dass ich erst im März in die Politik gekommen bin, bin ich zufrieden. Wir haben versucht, im Wahlkampf einige Themen wie Grundwasser oder Jugendarbeit zu platzieren. Dr. Helga Rochow, Bürgermeisterkandidatin der Grünen, die vor dem Umzug in die Hauptstadt Berlin steht, ließ sich nur kurz bei der Wahlpräsentation sehen. "Wir haben sie nicht zum Bleiben überreden können", bedauerten Parteifreunde.

(NGZ)