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Alles vollautomatisch: Mit Holzresten viel Geld sparen

Alles vollautomatisch : Mit Holzresten viel Geld sparen

Der städtische Bauhof wird seit kurzem mit der neuen Holzhackschnitzel-Anlage geheizt. Die NGZ lädt zum Ortstermin, bei dem der Ablauf erklärt wird. Viel Geld können auch Hausbesitzer sparen , wenn sie mit Pellets heizen. Auch dazu gibt es Infos beim Ortstermin.

Kaarst Marode Pappeln, die auf Kaarster Stadtgebiet gefällt werden müssen; Grünschnitt auf Friedhöfen, Rasenreste der frisch gemähten städtischen Grünflächen - pro Jahr fallen rund 300 Kubikmeter davon an. Bisher musste das alles kostenpflichtig entsorgt werden. Seit einigen Monaten nicht mehr. Denn die Holzhackschnitzel-Anlage ist seitdem auf dem städtischen Bauhof in Betrieb.

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Foto(2) Foto: M. Reuter

"Wir können zu fast 100 Prozent den kompletten Bauhof mit Energie aus dieser Anlage versorgen", erläutert Ralf Schumacher, der bei der städtischen Gebäudewirtschaft für die Haustechnik zuständig ist. Die Stadt spart so pro Jahr 21 000 Euro. Denn soviel Geld musste bisher ausgegeben werden, um den Bauhof im Winter zu heizen und über das gesamte Jahr hinweg mit Energie zu versorgen. "Außerdem wirkt sich der Betrieb positiv auf die Umwelt aus. Die CO2-Belastung sinkt nämlich erheblich", weiß Schumacher.

Zwar ist eine Holzhackschnitzel-anlage dieser Dimension für Privathaushalte zu teuer. Schließlich hat die Stadt 116 500 Euro investiert. "Das Prinzip bei einer Pelletsheizung ist sehr ähnlich - und die kann sich schnell auch für jemanden lohnen, der ein eigenes Haus besitzt", informiert Ralf Schumacher. Die Pellets können genau so unproblematisch gekauft werden, wie Kohle oder Heizöl. "Es kommt ein Lieferfahrzeug, füllt ein Behältnis im Keller mit den Pellets. Da kann man wie beim Öl den ganzen Jahresbedarf einlagern", so Schumacher. Rund 40 Prozent günstiger als der aktuelle Preis für Gas oder auch für Öl ist diese Methode.

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Heinz Kiefer, Leiter des Bauhofes, erläutert das Prozedere bei der städtischen Holzhackschnitzel-Anlage: "Der Grünschnitt auf den Friedhöfen und alles Holz, was bei Baumfällungen anfällt, wird direkt nach dem Schneiden noch vor Ort gesammelt und gehäckselt." Fahrzeuge des Bauhofes transportieren den Rohstoff dann zum Bauhof, lagern ihn erst einmal zwischen. Das ganze sieht aus, wie ein riesiger Misthaufen. Der Vergleich ist gar nicht so weit hergeholt, denn: "Im Inneren dieses Haufens ist eine Temperatur von rund 60 Grad", weiß Schumacher. Und wer genau hinschaut, kann sogar kleine Dunstwolken aufsteigen sehen.

Von dem Rohstoffberg aus wird das zerkleinerte Holz dann mit einem Schaufelfahrzeug zur Holzhackschnitzelanlage gleich um die Ecke auf dem Bauhof gefahren und in das Depot eingefüllt. Mittels einer Transportschnecke werden die Holz-Häcksel in den Brennraum befördert - das geht alles vollautomatisch ab.

(NGZ)