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Kaarst: Mehr Geld für die Büchereien

Kaarst : Mehr Geld für die Büchereien

Kaarst (barni) "Wir waren in der Lage, den Zuschuss für die öffentlichen Volksbüchereien von 17 900 auf 25 000 Euro zu erhöhen", gab Kulturdezernent und Kämmerer Heinz Dieter Vogt im Kulturausschuss zu verstehen.

Diese neue Großzügigkeit hat einen Grund: Seit Beginn des Jahres tragen die Bistümer nicht mehr die Betriebskosten für die Büchereien, so dass sie von den Kirchengemeinden selbst aufzubringen sind. Diese Tatsache bedingt auch einen neuen Verteilerschlüssel: Die Bewirtschaftungsfläche fließt zu 50 Prozent ein, die weiteren 50 Prozent setzen sich zusammen aus einem Sockelbetrag von jeweils 1500 Euro und einem Betrag, der sich aus der Einwohnerzahl im Einzugsgebiet errechnet.

Die räumlich größte Bücherei mit dem größten Einwohneranteil ist die Katholische Bücherei Kaarst im Alten Rathaus - sie bekommt von dem 25 000-Euro-Kuchen 7376 Euro ab. Knapp 5000 Euro fließen in die Katholische Bücherei Büttgen, jeweils rund 3000 Euro bekommen die beiden Büchereien in Holzbüttgen, rund 3100 Euro gehen an die Evangelische Bücherei in Kaarst, gut 3500 Euro an die Vorster Bücherei.

Große Zustimmung

Die prozentualen Ausleihanteile veränderten sich in 2005 im Vergleich zu 2004 wie folgt (Zahlen von 2004 in Klammern): Katholische Bücherei Kaarst 41,25 Prozent (40,66 Prozent), Evangelische Bücherei Kaarst 10,24 Prozent (10,71 Prozent), Bücherei Büttgen 19,13 Prozent (19,72), Katholische Bücherei Holzbüttgen 9,43 Prozent (9,03), Evangelische Bücherei Holzbüttgen 8,80 Prozent (8,81) und Bücherei Vorst 11,15 Prozent (11,07).

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Die Erhöhung des städtischen Zuschusses stieß im Kulturausschuss auf breite Zustimmung - die Büchereien in Kaarst seien anerkannt gut und gleichzeitig - auch bei erhöhtem Zuschuss - so günstig wie sonst nirgendwo. Lieselotte Schwabe (CDU) lobte das Engagement der Ehrenamtler um Annette Jung als Leiterin des Büchereisystems. Und die Kulturausschuss-Vorsitzende Dagmar Treger (CDU) gestand: "Wir sind froh, dass wir keine städtische Bücherei vorhalten müssen."

(NGZ)