Kaarst: Maimarkt mit zwei Schwerpunkten

Kaarst : Maimarkt mit zwei Schwerpunkten

Kaarst Muttertagsgeschenk vergessen? Kein Problem. In den Rathausarkaden und im Maubiscenter gab es am Sonntag jede Menge Geschenkideen.

Aber es gab noch viele weitere Gründe, einen Bummel im Herzen von Kaarst zu machen.

Die Werbegemeinschaft Kaarst-Mitte hatte unter anderem für niederländisches Flair gesorgt.

Nostalgische Budenstadt

Joop Abbink hatte die idyllisch aussehenden Häuschen aufbauen lassen, die Werbegemeinschaftsvorsitzende Helga Stommel war mit der Resonanz zufrieden, und das aus gutem Grund.

Mal eben eine Tüte Fritten kaufen? So einfach ging das nicht.

Vor den Imbissbuden hatten sich nämlich schon am späten Vormittag Schlangen von Wartenden gebildet, ob Matjes oder Pommes oder die holländischen Käsespezialitäten mit Namen wie "Old Amsterdam" - sie gingen weg wie die sprichwörtlichen warmen Semmeln.

Um den Verkauf in ihren Geschäften anzukurbeln, hatten die Kaarster Händler mit Maifest- und Sonntags-Rabatten geworben.

Es muss nicht immer deutscher Gerstensaft sein: Joop Abbink zapfte niederländisches Bier und schenkte klassischen Genever aus.

Besucher, die etwas Zeit mitgebracht hatten, sahen der Holländerin zu, die in nostalgischer Tracht geduldig ihre Arbeit am Spinnrad verrichtete.

Außerdem konnte ein alter Webstuhl bewundert werden - die Zeit schien dort stehengeblieben zu sein.

Delfter Porzellan, köstliche holländische Lakritzen und leckere Fischspezialitäten rundeten das Angebot ab.

Braucht man wirklich Champagner-Senf oder Halstücher mit Klettverschluss?

Egal, die Auswahl war groß, davon profitierten am Sonntag nicht nur die fliegenden Händler, sondern auch die ortsansässigen Geschäfte und die Gastronomie, wo unter anderem selbstgemachte Tiramisu und Apfelkuchen lockten.

Eigentlich herrschte optimales Maifest-Wetter: Nicht so warm und so beständig, dass sich eine ausgedehnte Radtour als Alternative angeboten hätte, aber doch so trocken und warm, dass man sich nicht hinter dem heimischen Ofen zu verkriechen brauchte.

Da kam sogar die Lust auf, sich eine neue Sonnenbrille zu kaufen.

Während sich die Mütter die Sommermode anguckten und die Väter sehnsuchtsvolle Blicke auf schnittige Karossen warfen, kamen die Kinder auf der aufblasbaren Riesenrutsche auch auf ihre Kosten.

(NGZ)
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