Kaarst: Märchenhafte Geschichten in Büttgen

Kaarst : Märchenhafte Geschichten in Büttgen

Die Johanneskirche verwandelte sich anlässlich des Pfarrfestes in einen Theatersaal.

Bunte Seifenblasen, eine große Hüpfburg für Kinder, ein kulinarisches Angebot, das keine Wünsche offen ließ und eine Aufführung von Otfried Preußlers Stück "Der goldene Brunnen" - die Atmosphäre rund um die evangelische Johanneskirche in Büttgen am Sonntag machte dem Motto "Einfach märchenhaft" alle Ehre.

Das traditionell am Sonntag nach Pfingsten stattfindende Fest erfreute sich einer großen Anzahl von Besuchern. Die Vorbereitung lag wieder in den Händen von Ortwin Leitzke und seiner Familie. "Ich mache das seit 40 Jahren - jetzt ist es aber mein letztes Fest als Organisator", erzählte er. Die Kinder kamen bei Schminkaktionen und der Anpassung besonderer Hüte auf ihre Kosten: "Wir basteln Recycelkopfschmuck", erklärte Erzieherin Uschi Westerhoff und setzte Diego (9) vorsichtig eine aus Zeitungspapier gefertigte Kopfbedeckung auf. Diego suchte sich anschließend bunte Verzierungen wie Glitzersteine, Federn und Luftballons zur Verschönerung aus.

Inge Trapp (84) hatte bereits den Gottesdienst am Morgen besucht und zeigte sich beeindruckt von der großen Vielfalt des Festes. Hierzu gehörten auch die ausschließlich von Ehrenamtlern der Gemeinde hergestellten köstlich aussehenden Salate und vielen Kuchen. Auf dem Grill brutzelten Bratwürstchen. "Sie schmecken sehr lecker", wusste Else Simon, die gemeinsam mit Renate Tillmanns und Alice Schulz die fröhliche Atmosphäre unter einem Sonnenschirm sitzend genoss. Die Damen gehören zur Gemeinde und gehen regelmäßig zum Fest, denn hier treffen sie viele Bekannte.

Für die Aufführung des Märchenspiels "Der goldene Brunnen" verwandelte sich die Johanneskirche mit einem von Günther Donder liebevoll gestalteten Bühnenbild in einen Theatersaal. Unter der Regie von Gisela Limmer von Massow ließ die "Kleine Theatergruppe russlanddeutscher Kinder" das Märchen lebendig werden - die Schauspieler waren mit großem Einsatz und Begeisterung bei der Sache und gaben alles.

Begleitet wurden sie stilecht vom Balalaikaorchester "Druschka" unter der Leitung von Lev Zlotnik. Hausherr Pfarrer Werner Hoffmann war sehr zufrieden. "Das Fest ist ein schöner Tag mit und in der Kirche und zugleich ein unbeschwertes Zusammenkommen von Groß und Klein. Es dient einfach der Gemeinschaft", sagte er.

(NGZ)
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