Leben in Kaarst: SPD will Wohnungen in Bahnhofsnähe an Neersener Straße/Ecke Büttgener Straße

Leben in Kaarst : SPD will Wohnungen in Bahnhofsnähe

Nächste Idee auf der Suche nach Lösungen gegen die Wohnungsnot: Die Kaarster SPD-Fraktion möchte gerne, dass das Grundstück an der Neersener Straße/Ecke Büttgener Straße für den Wohnungsbau genutzt wird.

Die Begeisterung dafür hielt sich im Planungs- und Verkehrsausschuss allerdings in Grenzen. Aber die SPD konnte nach einer längeren Diskussion immerhin durchsetzen, dass die Verwaltung mit den entsprechenden Eigentümern Gespräche aufnimmt mit dem Ziel einer Erschließung über die Büttgener Straße. Herbert Palmen (SPD) hatte sich bereits mit den Eigentümern in Verbindung gesetzt – sie hätten Gesprächsbereitschaft signalisiert, sagt er.

Es geht der SPD dabei um die Schaffung von bezahlbarem Wohnraum. Sie weiß auch, dass die Stadt das Eckgrundstück erworben hatte, um den Bereich am Kaarster Bahnhof aufzuwerten. „Diese Überlegungen können angesichts des Wohnnotstandes keinen Bestand haben“, ist in dem entsprechenden Antrag zu lesen.

Dass in Kaarst Wohnnotstand herrsche, wies Lars Christoph von der CDU allerdings zurück. Und er blieb dabei, dass an dieser städtebaulich hervorgehobenen Lage eine besonders ansprechende Bebauung zu erfolgen habe.

Die Technische Beigeordnete Sigrid Burkhart äußerte sich ähnlich: „Das Grundstück ist von der Stadt erworben worden, um die Situation am Kaarster Bahnhof mittel- bis langfristig aufzuwerten.“ Ihr Appell: „Hier sollte nicht in einem schnellen Verfahren Wohnungsbau, in welcher Form auch immer, umgesetzt werden.“ Der Standort habe Vorteile, sei aber auch anspruchsvoll, zum Beispiel in Bezug auf den Schallschutz. „Dort kann nicht eine zehn Meter hohe Schallschutzwand errichtet werden“, erklärte Burkhart.

Günter Kopp, Fraktionsvorsitzender der FDP im Kaarster Stadtrat, möchte, dass an der Stelle etwas entsteht, „was der Stadt Kaarst würdig ist“. „Mal eben so ein Gebäude da hinstellen“, davon halte er gar nichts.

Das wäre auch so ohne Weiteres gar nicht möglich: „An der Erftstraße gibt es ein Grundstück, das man sofort bebauen könnte“, sagte Bruno Nelles von der Stadtplanung. Für das von der SPD ins Gespräch gebrachte Gebäude könne wegen der knappen personellen Ressourcen in diesem Jahr kein Planrecht mehr geschaffen werden.

Nelles machte indirekt deutlich, dass die Gespräche mit den Eigentümern, denen Flächen für eine Erschließung neben dem Matratzengeschäft gehören, unabdingbar sind: „Eine Vollerschließung nur über die Neersener Straße wird nicht funktionieren.“

Mehr von RP ONLINE