Kaarst: Lärmschutz an A 52: CDU kontaktiert Ministerium

Kaarst : Lärmschutz an A 52: CDU kontaktiert Ministerium

Das Bundesverkehrsministerium hat das Ausbaukonzept der A 52 bis zur Anschlussstelle Kaarst-Nord erweitert. Das ist eine gute Nachricht, vor allem für die Anwohner im Kaarster Nordwesten.

Seit mehr als 20 Jahren wünschen sie sich einen Schallschutz entlang der A 52 und der A 57 — vom Friedhof, über die Alte Landwehr bis hin zur Alten Heerstraße. Für den Bau einer Wand reichten die immissionsschutzrechtlichen Voraussetzungen bislang aber nicht aus. Jetzt wird die Schnellstraße "modernisiert".

Vorgesehen ist, die Abbiegekreisel am Kaarster Kreuz durch sogenannte Überflieger zu ersetzen. Im März hatte der Stadtentwicklungs-, Planungs- und Verkehrsausschuss die Verwaltung auf Antrag der Union beauftragt, sich bei den zuständigen Landes- und Bundesbehörden für eine Lärmschutzmaßnahme einzusetzen. Heute Abend (19 Uhr, Bürgerhaus) steht ein Sachstandsbericht auf der Tagesordnung. Derweil ist die Politik nicht untätig.

Die Ausweitung des Ausbaukonzeptes sei ein schöner erster Schritt, sagt CDU-Stadtverbandschef Lars Christoph. Weitere müssten nun allerdings folgen, denn — der relevante Bereich ohne jeglichen Lärmschutz liege westlich der Anschlussstelle Kaarst-Nord. Den CDU-Bundestagsabgeordneten Ansgar Heveling hat Christoph deshalb gebeten, auf diesem Umstand beim Bundesverkehrsministerium hinzuweisen; verbunden mit der Bitte, eine weitere Vergrößerung des Ausbaubereichs zu überprüfen.

Chancen auf eine zeitige Realisierung eines Lärmschutzes unabhängig vom A 52-Ausbau sieht der CDU-Planungsfachmann aber auch im sogenannten "Nationalen Verkehrslärmschutzpaket II" der Bundesregierung. "Durch das Verkehrslärmschutzpaket sind die Grenzwerte für Lärmschutzmaßnahmen an bestehenden Bundesstraßen deutlich gesenkt und zugleich die Mittel für derartige Maßnahmen spürbar erhöht worden", so Christoph.

(NGZ/rl)
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