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Kaarst: Kunstausstellung im Rathaus zeigt Porträts von Musikern

Kaarst : Kunstausstellung im Rathaus zeigt Porträts von Musikern

Ab Samstag präsentiert die Düsseldorfer Künstlerin Teresa Ryczko 30 ihrer Werke im Atrium. Beim Aufbau einer Ausstellung ist nicht mit dem Aufhängen der Bilder getan. Teresa Ryczko stehen 16 Stellwände zur Verfügung, mehr als 30 Bilder – wovon manche alleine für sich schon eine ganze Wand beanspruchen – möchte die Künstlerin zeigen. Die erste Stellprobe wird nicht die letzte sein, ehe alles stimmig zueinander ist und ihre Gemälde schließlich am richtigen Platz hängen. Einen Tag hat Ryczko noch Zeit, denn morgen Mittag wird ihre Ausstellung im Atrium des Kaarster Rathauses eröffnet.

Ab Samstag präsentiert die Düsseldorfer Künstlerin Teresa Ryczko 30 ihrer Werke im Atrium. Beim Aufbau einer Ausstellung ist nicht mit dem Aufhängen der Bilder getan. Teresa Ryczko stehen 16 Stellwände zur Verfügung, mehr als 30 Bilder — wovon manche alleine für sich schon eine ganze Wand beanspruchen — möchte die Künstlerin zeigen. Die erste Stellprobe wird nicht die letzte sein, ehe alles stimmig zueinander ist und ihre Gemälde schließlich am richtigen Platz hängen. Einen Tag hat Ryczko noch Zeit, denn morgen Mittag wird ihre Ausstellung im Atrium des Kaarster Rathauses eröffnet.

Den Schwerpunkt der Ausstellung bildet die Musik. Die Bilder zeigen einen unter anderem Jungen am Cello, Streicher-Ensembles, Hornisten und Jazztrompeter. Die Musik ist die zweite Leidenschaft von Teresa Ryczko — neben der Malerei. Seit mehr als 30 Jahren singt sie im Chor, bei Proben und Auftritten beobachtet sie die Musiker und lässt sich inspirieren. "Meine Bilder entstehen aus dem, was meine Augen sehen, und vielen tausend Skizzen", sagt sie.

Neben dem Menschen und seinem Instrument möchte die Künstlerin aber auch die Verbindung der Musik zur Natur darstellen. "Die Musik ist nicht die Idee des Menschen. Am Anfang war die Natur. Alles, was draußen passiert, die Bäume und Auen, sind Musik für die Seele", sagt sie.

In einem Bild, das die Verwüstung eines Waldes durch den Menschen zeigt, möchte sie auf den Umweltschutz aufmerksam machen. In ihrer Ausstellung im Rathaus-Atrium zeigt Teresa Ryczko eine Retrospektive aus 15 Jahren. Die älteren Werke sind impressionistisch, im Laufe der Jahre wurden die Bilder zunehmend abstrakter. Gehörte die klassische Musik zu einer früheren Schaffensphase, wurde die Künstlerin in jüngerer Vergangenheit vom Jazz beeinflusst.

Der Wandel stellt sich auch in der Technik dar. Von Ölfarben auf Leinwand griff sie später auf Pastell und Aquarell zurück und gestaltete Collagen. Den Kontakt zur Stadt Kaarst stellten ihr Ehemann Zdzislaw Ryczko, Konzertmeister der Jungen Sinfonie Kaarst, und Musikschulleiter Mark Koll her. Das Hauptaugenmerk auf die Musik liegt auch deshalb nahe.

Teresa Ryczko beschäftigt sich darüber hinaus auch intensiv mit der Porträtmalerei. Ein Selbstbildnis sowie zwei weitere Porträts vermitteln in der Ausstellung einen kleinen Eindruck von dieser Schaffensseite. Obwohl die Künstlerin in Düsseldorf lebt, verbringt sie auch viel Zeit in ihrer Heimat Polen. Dort entstünden auch die meisten ihrer Bilder, sagt sie.

Ryczko studierte an der Kunstakademie in Danzig und erhielt im Jahr 1990 ihr Masterdiplom für Malerei und Skulptur. Sie ist Mitglied im Verband der polnischen bildenden Künstler. Auf Gemeinschafts- und Einzelausstellungen hat sie sich unter anderem bereits im Kulturzentrum Warschau, in der Ars Polonia Galerie Düsseldorf und im niederländischen Eindhoven präsentiert.

(stef)