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Kaarst: Konzept für Wohnungsbau aufgelegt

Kaarst : Konzept für Wohnungsbau aufgelegt

Bis 2026 braucht Kaarst rund 80 neue öffentlich geförderte Wohnungen.

57 Seiten umfasst das "Handlungskonzept Wohnen Kaarst", das vom "Arbeitskreis Wohnen" erstellt und derzeit in der Politik diskutiert wird. Das Dortmunder Beratungsunternehmen InWis Forschung & Beratung GmbH hat dabei mitgewirkt. Das Ergebnis sind konkrete Handlungsempfehlungen: "Bis zum Jahr 2026 soll die absolute Anzahl der öffentlich geförderten Wohnungen gegenüber dem Stand vom 25. Februar 2016 um 20 Prozent erhöht werden. Das macht rund 80 Wohnungen aus. Über die derzeit vorhandene Anzahl öffentlich geförderter Wohnungen wird jährlich im Planungs- und Verkehrsausschuss berichtet."

Erhöhte Anstrengungen im sozialen Wohnungsbau seien nicht nur wegen der Flüchtlingsströme erforderlich: Alleinstehende mit kleinem Einkommen sowie Rentner mit geringer Rente können sich oftmals frei finanzierte Wohnungen nicht leisten. Dieser Trend werde sich künftig noch verstärken. In dem Handlungskonzept wird nicht davon ausgegangen, dass Kaarst eine weitere stationäre Senioreneinrichtung benötigt. Allerdings könnten Wohnungen fehlen, die für Senioren mit Handicaps geeignet sind und die ihnen einen Wechsel in ein Heim ersparen könnten.

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Zudem macht das Konzept deutlich, wie heterogen der Wohnungsmarkt in Kaarst ist. Freistehende Einfamilienhäuser sind gefragt - gut zu wissen für Senioren, die ihr Haus verkaufen und eine behindertengerechte, großzügige Eigentumswohnung erwerben möchten. Noch beliebter, weil erschwinglicher, sind Reihen - und Doppelhäuser. Das Interesse an Eigentumswohnungen ist schon deutlich geringer mit der Folge, dass die Preise seit 2009 nur moderat gestiegen sind. Die Preisklasse zwischen 1250 und 1500 Euro ist besonders begehrt, neuere Eigentumswohnungen überschreiten zunehmend die 3000-Euro-Parke pro Quadratmeter.

Mieten ist keine preiswerte Alternative: Sieben Euro Kaltmiete pro Quadratmeter sind bereits seit fünf Jahren ein Durchschnittswert. Im Sozialausschuss wurde deutlich, dass die Stadt alleine die Quote von 80 neuen Wohnungen nicht erreichen kann.

(barni)