Kaarst: Konverter: Runder Tisch in der nächsten Woche

Kaarst: Konverter: Runder Tisch in der nächsten Woche

Am Mittwoch, 31. Januar, soll die Diskussion zum Standort des umstrittenen Konverters geführt werden.

Bürgermeisterin Ulrike Nienhaus hatte ebenso wie Landrat Hans-Jürgen Petrauschke immer wieder dafür geworben: ein Runder Tisch mit allen Beteiligten zum Standort des umstrittenen Konverters. Nun steht der Termin fest: Am Mittwoch, 31. Januar, soll das Treffen stattfinden. Bereits Ende August vergangenen Jahres hatte sich die Landesregierung in Düsseldorf bereit erklärt, in der kontroversen Diskussion um den am besten geeigneten Standort für den geplanten Stromkonverter zu vermitteln. Am 4. Dezember waren Bürgermeisterin Nienhaus und ihre Meerbuscher Amtskollegin Angelika Mielke-Westerlage zu einem Gespräch mit Christoph Dammermann, Staatssekretär im NRW-Ministerium für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie, in Düsseldorf gewesen. Als Ergebnis dieses Gesprächs war ein Runder Tisch mit allen Prozessbeteiligten für den Beginn des Jahres 2018 avisiert worden, zu dem das Ministerium einladen will. Nach NGZ-Informationen sollen an dem Termin am Mittwoch kommender Woche neben den beiden Bürgermeisterinnen und dem Staatssekretär auch Regierungspräsidentin Brigitta Radermacher, der Landrat des Rhein-Kreises Neuss, Hans-Jürgen Petrauschke, sowie Vertreter der Bundesnetzagentur und des Unternehmens Amprion teilnehmen. Ein Sprecher des Wirtschaftsministeriums wollte die Teilnehmerliste nicht bestätigen: "Uns liegen noch keine Rückantworten vor."

Für Übertragungsnetzbetreiber Amprion ist die Kaarster Dreiecksfläche nach wie vor der bevorzugte Standort für die Anlage, die unter anderem Strom aus konventionellen Kraftwerken in Gleichstrom umwandelt. Das hatte ein Unternehmenssprecher anlässlich der Bekanntgabe der Vorzugskorridore für die Gleichstromverbindung von Emden nach Osterath nochmals betont. Auf dem Areal zwischen Bahnschienen, A 57 und L 30 ist allerdings laut dem im Dezember vom Regionalrat verabschiedeten Regionalplan nach wie vor Kiesabbau vorgesehen. Osterath als gesetzlich festgelegter Netzverknüpfungspunkt ist Amprions zweiter Standortfavorit.

(NGZ)
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