Konverter: Initiative aus Kaarst verteidigt Petrauschke

Streit um Konverter-Standort : Kaarster verteidigen Landrat Petrauschke

Konverter-Initiative reagiert auf die Rücktrittsforderung aus Meerbusch-Osterath.

Im Streit um den geplanten Konverter-Standort stärkt die Bürgerinitiative „Kein Doppelkonverter in Kaarst und Neuss“ Landrat Hans-Jürgen Petrauschke als Vorsitzendem des Regionalrats den Rücken. Zuvor hatte die Meerbuscher „Initiative gegen den Doppelkonverter Osterath“ Petrauschke aufgefordert, mit sofortiger Wirkung als Vorsitzender des Regionalrats zurückzutreten. „Das ist maßlos“, schreibt Jochen Thiel in einer Stellungnahme der Kaarster nun. Mit der Osterather Initiative geht er hart ins Gericht: „Wie der Stier auf das rote Tuch, stürzt sie sich auf den Regionalrat“. Dabei handele sie nach dem Prinzip „Der Vorsitzende muss weg, damit der Regionalrat die Dreiecksfläche für den Konverter freigibt“.

Darum geht es in dem Streit und der Forderung nach Petrauschkes Rücktritt letztlich. Die Meerbuscher werfen ihm eine Verzögerungstaktik zu Lasten Osteraths vor – und dass er einem Erlass des NRW-Wirtschaftsministeriums nicht nachkomme. Staatssekretär Christoph Dammermann hatte darauf hingewiesen, dass die Dreiecksfläche in Kaarst nur mit einem entsprechenden Beschluss in der nächsten Sitzung des Regionalrats – das Gremium tagt am 15. Juli – weiterhin als Konverter-Standort in Betracht kommen und von der Bundesnetzagentur weiter in der Fachplanung berücksichtigt werden könne. Petrauschke erklärte in seiner Antwort jedoch, dass Betreiber Amprion zunächst noch offene Fragen beantworten müsse. Zudem sollten noch andere Standorte geprüft werden.

Auf die Rücktrittsforderung aus Meerbusch hatte Petrauschke gelassen reagiert. Die Kaarster weisen darauf hin, dass er in seinem Schreiben an Christoph Dammermann völlig zu recht darauf hingewiesen habe, dass auch andere Konverter-Standorte als die Dreiecksfläche und Osterath in Betracht kommen und sich der Regionalrat bei seiner Entscheidung nicht unter Zeitdruck setzen lasse. Zudem habe Amprion eben nicht alle Fragen des Regionalrats „umfassend und vollständig beantwortet“. Die Rücktrittsforderung sei schlicht abwegig.

(NGZ)
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