Konverter im Kaarst: Initiative fordert "Hände weg von Oskar!"

Standortdebatte mit Amprion : Konvertergegner fordern: "Hände weg von Oskar!"

Nach der Informationsveranstaltung des Netzbetreibers Amprion im Thomas-Morus-Haus in Neuss hat die Bürgerinitiative „Kein Konverter in Kaarst und Neuss“ einen offenen Brief an das Unternehmen geschickt.

Die Forderung: „Hände weg von Oskar!“. So bezeichnet die Initiative den von Amprion favorisierten Standort für den Konverter in Osterath. „Die Fläche umfasst auch einen Teil des Broicherfeldes, das rechts der Landstraße von Kaarst nach Osterath auf Kaarster Gebiet liegt“, begründet die Initiative. Durch den Namen soll die „gemeinsame Betroffenheit der Osterather und Kaarster“ zum Ausdruck gebracht werden.

Zudem kritisiert die Initiative Amprion dafür, den Standort schön reden zu wollen: „Die Fläche liegt zu nah an der Wohnbebauung“. Laut eines Gutachtens könne ein Abstand von maximal 220 Metern zur Wohnbebauung erreicht werden. Außerdem unterliege „Oskar“ Restriktionen im Hinblick auf den Naturschutz. „So ist die gesamte Fläche als regionaler Grünzug ausgewiesen“, heißt es. Und diese Grünzüge sind als Bestandteil des regionalen Freiraumsystems geschützt, da sie zum Ausgleich für Bebauung dienen. „Hände weg von Oskar“, lautet das Motto.

Auf Nachfrage erklärte Amprion-Sprecherin Joelle Bouillon, dass der vorgeschlagene Standort ausschließlich auf Meerbuscher Stadtgebiet liege und Kaarst flächentechnisch nicht berührt werde. „Die Fläche in Osterath ist nicht mit vergleichbaren Planungsrestriktionen wie die Dreiecksfläche in Kaarst belegt“, so Bouillon: „Wir sprechen von konkreten Konverterflächen und nicht von größeren Bereichen.“

(seeg)
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