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Konverter: Fraktionen aus Kaarst halten an Ratsbeschluss fest

Politiker aus Kaarst im Gespräch mit Unternehmen : Amprion: Fraktionen halten an Ratsbeschluss fest

Die Vorsitzenden der Kaarster Ratsfraktionen haben am Montagabend ein weiteres Gespräch mit Amprion über den geplanten Konverter geführt. „Es war ein offenes Gespräch, in dem wir ein paar Fragen erörtert haben“, sagte Amprion-Sprecherin Joëlle Bouillon auf Anfrage unserer Redaktion: „Die Fraktionen werden sich jetzt intern weiter beraten.

Wir sind gesprächsbereit, wenn es weitere Fragen zum Thema gibt.“ Zuletzt hatte Amprion mitgeteilt, dass Osterath nun die bevorzugte Fläche für den geplanten Konverter sei. Die Dreiecksfläche in Kaarst wäre damit aus dem Rennen. Doch auch über diese Lösung ist Lars Christoph (CDU) wenig erfreut. „Es ist in dem Gespräch deutlich geworden, dass die Stadt Kaarst durch beide Standorte betroffen ist. Wir haben auf die unverzichtbare Gewährleistung der Sicherheit und des Gesundheitsschutzes nachdrücklich hingewiesen“, sagte Lars Christoph. Nun werden die Fraktionen das weitere Vorgehen intern besprechen.

Allerdings sind sich alle einig: Es gibt keinen Grund, von der bisherigen Haltung gegenüber dem Konverter abzuweichen. „Wir halten an dem Ratsbeschluss der Stadt fest“ bestätigte Hildegard Kuhlmeier (SPD) auf Anfrage. Der Beschluss aus dem Jahr 2014 besagt deutlich, dass Kaarst keinen Konverter auf ihrem Gebiet zulässt. „Die Ratsbeschlüsse gelten nach wie vor, das weiß auch Amprion“, sagte Lars Christoph. Anfang des Monats hatte sich die Bundesnetzagentur dem Standortgutachten von Amprion angeschlossen und die möglichen Standorte im südlichen Kreisgebiet (Frimmersdorf, Gohr, Rommerskirchen) ausgeschlossen. „Innerhalb der Stadt Kaarst wird Amprion nur dann eine Akzeptanz für den Konverter schaffen können, wenn nennenswerte positive Effekte für das Gemeinwesen erzielt werden können“, sagte Lars Christoph.

(seeg)