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Kaarst: Stadtsportverband setzt Fragenkatalog für Bürgermeisterkandidaten auf

Für Bürgermeisterkandidaten in Kaarst : Stadtsportverband setzt Fragenkatalog auf

Der Stadtsportverband will wissen, wie die fünf Bürgermeisterkandidaten zum Sport in der Stadt stehen. Dies soll bis zum 30. August geschehen.

Mehr als 12.000 Sportler sind in Kaarst in rund 40 Vereinen aktiv. Mehr als ein Viertel der Bevölkerung treibt somit mehrmals in der Woche Sport. Doch die fünf Kandidaten, die am 13. September zur Bürgermeisterwahl antreten, haben sich im Hinblick auf ihre Pläne für den Sport bislang bedeckt gehalten. Deshalb will der Stadtsportverband nun wissen, was Lars Christoph (CDU), Ursula Baum (FDP), Nina Lennhof (Die Grünen), Lars Kuhlmeier (SPD) und Gerhard Schmitz (FWG) in den kommenden Jahren für den Sport in der Stadt planen. Der SSV hat zwölf allgemein gehaltene Fragen an die Kandidaten geschickt, die sie bis zum 30. August beantworten sollen.

Die Antworten wird der SSV auf seiner Homepage und bei Facebook veröffentlichen. Der Stadtsportverband möchte unter anderem wissen, welche Bedeutung die Kandidaten dem Sport in der Stadt im gesellschaftlichen Konsens zumessen, wie sie die infrastrukturelle Ausstattung im Jahr 2025 sehen oder wie das Ehrenamt und die Übungsleiter, die das „Rückgrat“ des Sports in Kaarst bilden, gefördert werden sollen. Auch Fragen zum Thema Inklusion, den Auswirkungen des Corona-Virus, Sport und Stadtmarketing und dem persönlichen Stellenwert des Sports im Leben der Kandidaten werden abgefragt.

Initiiert wurde der Fragenkatalog vom SSV-Vorsitzenden Axel Volker, der ein wenig enttäuscht ist, dass keiner der Kandidaten sich bislang zum Thema Sport geäußert hat. Zwar habe hier und da der ein oder andere Kandidat mal gesagt, dass Sport ja wichtig ist, ins Detail sei aber keiner des Quintetts gegangen. „Der Sport ist eine tragende Säule der Gesellschaft in Kaarst. Wir wollen den Sportlern mit diesem Fragenkatalog eine Orientierung geben. Sie sollen wissen, wie die Bürgermeisterkandidaten zum Sport stehen“, erklärt Volker gegenüber unserer Redaktion. Die kommunalen Sportstätten müssten modern bleiben, damit die Stadt attraktiv für neue Bürger ist, zudem gebe es öffentliche Anlagen wie den Stadtpark, die Laufstrecke im Vorster Wald oder am Kaarster See und diverse Radwege, die gepflegt werden müssten – und sicher bleiben sollen, damit die Bürger dort gefahrlos Sport treiben können.

„Diese Dinge machen das Leben lebenswert, wenn sie funktionieren“, sagt Volker. Gerade in der Corona-Zeit habe der Stadtsportverband gemerkt, wie wichtig Sport im Leben der Kaarster Bürger ist. „Als wir wieder angefangen haben, was für die Sportler zu machen, waren sie wieder glücklich“, so Volker.