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Kommunalwahl in Kaarst: Die SPD will einen neuen Geist ins Rathaus bringen

Kommunalwahl 2020 in Kaarst : SPD will einen neuen „Spirit“ im Rathaus

Die Genossen haben am Freitagabend in der Realschule ihre Reserveliste aufgestellt. Die wird von der amtierenden Fraktionsvorsitzenden Anneli Palmen angeführt. Sie bewirbt sich auch um das Direktmandat in Büttgen.

Haben die Kaarster Bürger ein Problem, so sollte man ihnen nicht sagen, was nicht geht, sondern eine Lösung anbieten – aber mit dem aktuellen „Spirit“ der Verwaltungsspitze gehe das nicht, meinte Anneli Palmen, SPD-Fraktionsvorsitzende im Kaarster Stadtrat.

Kämpferischer „Spirit“ durchzog auch die Aufstellungsversammlung für die Kommunalwahl am 13. September. Von den 125 Mitgliedern des Ortsvereins besuchten am Freitagabend 25 die Aula der Realschule, um die Reserveliste für den Wahlkampf zu bestimmen. Die Versammlung leitete Udo Bartsch, Stadtverbandsvorsitzender der SPD Korschenbroich. Auf der Liste standen entsprechend der Anzahl der Wahlkreise 22 Personen.

Anneli Palmen tritt nach vielen Jahren in Kaarst nun in Büttgen an, um es laut eigener Aussage „roter“ zu machen. Nach einer kurzen Vorstellungsrunde entfiel auf fast alle Bewerber die volle Stimmenanzahl von 24 der Wahlberechtigten (Bürgermeisterkandidat Lars Kuhlmeier wählte nicht mit). Lediglich Hildegard Kuhlmeier bekam 23 Stimmen bei einer Enthaltung und Anja Weingran ebenfalls 23 bei einer Nein-Stimme.

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Bei der Wahl der Reserveliste  für den Stadtrat gab es keine Überraschungen – alle Kandidaten vereinigten 24 Stimmen auf sich. Anneli Palmen steht auf Listenplatz eins, gefolgt von Göran Wessendorf, Sabine Kühl, Dietmar Ibach und Anja Weingran. Letztere gehört mit Tobias Pfeiffer, Vlora Kqiku und Justus Schlösser zur jüngeren Generation. Durch diese Verjüngung wird es Anneli Palmen in Hinblick auf die Zukunft „nicht bang“, zudem freut sie sich darüber, dass diverse Berufe der Bewerber die Breite der Gesesellschaft spiegeln.

Im Wahlkampf gelte es, „Zähne zu zeigen“, sagte Palmen. Ihr sehr großes Anliegen: Es gibt in der jetzigen Fraktion zu wenig sachkundige Bürger für die Ausschüsse. In diesem Punkt hofft sie auf Verbesserung.

Lars Kuhlmeier gab anschließend eine Zusammenfassung des vorläufigen Wahlprogramms. Verbesserung des sozialen Lebens durch bezahlbaren Wohnraum für alle Altersstufen, ordentliche Netzabwicklung, damit das Wohnzimmer zum „Bürgerbüro“ wird, sichere Fortbewegung für alle Verkehrsteilnehmer durch bessere Angebote, mehr Klimaschutz und Wirtschaftsförderung vor allem nach Corona: „Kaarst soll als Lebens- und Wirtschaftsstandort eine Zukunft haben“, so Kuhlmeier. Außerdem möchte die SPD größere Raumangebote für Präsentationen von Kunstobjekten, einen Kitaplatz für jedes Kind in Wohnortnähe und die Attraktivität der Stadt als Sport- und Schulstandort erhöhen. Integrations- und Inklusionsbeauftragte werden gefordert. Dazu wurde eingewandt, dass echte Inklusion beides vereint. Werner Kindsmüller gab zu bedenken, dass auch die anderen Bürgermeisterkandidaten diese Themen aufgreifen. Ihnen müsse man vorhalten, dass die übrigen Parteien in den vergangenen Jahrzehnten die Chance auf Veränderung nicht genutzt haben. Das Wahlprogramm wurde einstimmig angenommen.