Klasse 7b des Georg-Büchner-Gymnasiums arbeitet mit dem RLT zusammen

Georg-Büchner-Gymnasium in Kaarst : Lesemappe zum Theaterstück statt Klassenarbeit

Die Klasse 7b des Georg-Büchner-Gymnasiums beschäftigt sich mit dem Buch „La Línea“, das am Freitag als Theaterstück im RLT aufgeführt wird. Die Ergebnisse der Schüler werden im Foyer der Bühne ausgestellt.

Eine Klassenarbeit ausfallen lassen zu können, ist wahrscheinlich ein Wunsch vieler Schüler. Für die Klasse 7b des Georg-Büchner-Gymnasiums ist dieser Wunsch wahr geworden. Anstelle der Klassenarbeit sollte eine Lesemappe über das Buch „La Línea – Der Traum von einem besseren Leben“ von Ann Jaramillo erstellt werden, welche später auch benotet wurde.

Hintergrund zu diesem Projekt ist die Zusammenarbeit mit dem Rheinischen Landestheater, welches in diesem Jahr das gleichnamige Jugendstück nach dem Buch „La Línea“ aufführt. Buch und Theaterstück erzählen von Miguel und seiner 13-jährigen Schwester, die sich auf den beschwerlichen Weg von Mexiko in die USA machen. Sie wollen die Grenze – La Línea – überwinden und in den USA ihr Glück versuchen. Die beiden machen sich mit etwas Geld auf und müssen auf ihrem Weg mit Schleusern und Korruption Bekanntschaft machen.

Begleitend zum Stück wird es im Foyer des RLT die Ausstellung „Unsichtbare Opfer“ der Mexiko- und Zentralamerika-Koordinationsgruppe (CASA) von Amnesty International geben. Ergänzend dazu werden die Ergebnisse der Schüler-Lesemappen im Foyer der Studiobühne ausgestellt.

Für die Gestaltung ihrer Ausstellung sind die Schüler selbst verantwortlich. Lisa, Vedrana, Henri und Marvin sind als Vertreter ihrer Klasse mit Klassenlehrerin Frau Dam in den Vorbereitungen für die Ausstellung. Jeder der 24 Schüler der Klasse 7b wird mit einem Beitrag vertreten sein, so Dam. Neben Pflichtaufgaben waren auch kreative Beiträge in der Lesemappe gefordert. So entstand eine Variation von Bildern, Texten oder auch fiktive Interviews der Schüler mit Charakteren aus dem Buch. Die Patenklasse ist im RLT ein festes Konzept und ermöglicht Schulen und Theater einen Austausch miteinander. Tanja Meurers vom RLT spricht von einer Bereicherung für beide Seiten.

Während die Schüler die Möglichkeit hatten, eine Probe zu besuchen, bei der sie das Geschehen im Buch auf der Bühne „in echt“ sahen, nutzten Schauspieler und Regie die angefertigten Lesemappen als neuen Input und Inspiration, so Meurers. „Es hat Spaß gemacht, zuzuschauen“, sagt Lisa und Marvin ergänzt, dass man die Geschichte und das Buch durch das Schauspiel besser verstehen könne. Mit ihrem Projekt und der Möglichkeit, ihre Ergebnisse einer Öffentlichkeit zu präsentieren, möchten sie erreichen, dass sich mehr Leute Gedanken über die Situation von Migranten und Flüchtlingen machen. Der Vergleich der Situation in Mittelamerika und Europa wurde ebenfalls im Rahmen des Projektes gezogen.

Während des Projektes wurde nicht nur das Bewusstsein der Schüler für Kinder in Mexiko geschaffen. Frau Dam schilderte den starken Teamgeist der Klasse, welche auch ihre freien Stunden zur Arbeit am Projekt nutzten und selbst Texte und Fotos zu den Proben und zum Projekt auf der Homepage des GBG veröffentlichten.

Lisa, Vedrana, Henri und Marvin stellen ihre Ergebnisse zur Premiere von „La Línea“ am morgigen Freitag, 1. März, vor und werden auf einer Bühne zu den anwesenden Gästen über ihr vielfältiges Projekt ins Gespräch kommen.