Kaarst: Kita Kölner Straße soll erhalten bleiben

Kaarst: Kita Kölner Straße soll erhalten bleiben

Für den Betrieb würde die Stadt gerne einen Träger gewinnen. Mit der evangelischen Kirche gab es ein Gespräch.

Der Rechtsanspruch von Eltern auf einen Platz in der U3-Betreuung forderte die Stadt zum Handeln auf. Mit Stolz hat sie in den vergangenen Haushaltsberatungen auf das Geleistete hingewiesen. Fristgerecht zum Stichtag 1. August 2013 erzielte sie die vorgegebene U3-Quote von 32 Prozent, mittelfristig soll sie auf 40 Prozent gesteigert werden.

Die städtische Kindertagesstätte an der Lichtenvoorderstraße wurde dazu in diesem Sommer eröffnet, an der Bussardstraße entsteht im alten Grundschulgebäude eine Einrichtung für sechs Gruppen, die Kita "Buntakuntla" wird zum "Waldkindergarten" und an der Danziger Straße hält die Stadt ein Grundstück als Reserve frei. Etwas überraschend spielt in den Zukunftsplanungen jetzt auch die Einrichtung an der Kölner Straße wieder eine Rolle.

"Die Prognosen sagen eine große Nachfrage im U3-Bereich voraus und es ist möglich, dass wir eine weitere dreigruppige Einrichtung für Büttgen benötigen", sagt Sebastian Semmler von der Stadt Kaarst, die ansonsten zu der Frage nur zurückhaltend Stellung bezieht. "Wir warten die Anmeldungen für das kommende Kindergartenjahr und die daraus folgende Bedarfsplanung ab", so Semmler. Im Februar sollen die Zahlen zunächst dem Jugendhilfeausschuss vorgelegt werden.

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Für die Ausstattung der Einrichtung an der Kölner Straße stehen im Haushalt für das kommende Jahr bereits 40 000 Euro zur Verfügung. Größere Sanierungsmaßnahmen seien in dem 40 Jahre alten Gebäude nicht notwendig, heißt es. Für den Betrieb würde die Stadt gerne einen Träger gewinnen. Mit der evangelischen Kirche sei darüber bereits ein Gespräch geführt worden, sagt Sebastian Semmler. Zum Hintergrund: Die Kita an der Kölner Straße wurde bis 2005 von der evangelischen Kirche betrieben, sie konnte dann aber nicht mehr die Personalkosten bezahlen. Die Stadt sprang damals gezwungenermaßen ein, das Gebäude blieb im Besitz der Kirchengemeinde. Als dann ein Umbau für die U3-Betreuung notwendig geworden wäre, entschied sich die Stadt bekanntermaßen für den Neubau an der Lichtenvoorderstraße. Nach dem Umzug in diesem Sommer steht sie dennoch nicht leer. Zurzeit wird sie als Provisorium genutzt bis zur Fertigstellung der neuen Kita an der Bussardstraße in Kaarst — Umzug voraussichtlich im Kindergartenjahr 2014/15.

Der Vorsitzende des Presbyteriums der evangelischen Kirchengemeinde in Kaarst, Ortwin Leitzke, bestätigt auf NGZ-Nachfrage, dass es eine Anfrage seitens der Stadt Kaarst gegeben habe, sowohl das Gebäude betreffend als auch in Bezug auf eine mögliche Trägerschaft. Mehr Informationen habe er aber nicht, und somit sei von Kirchenseite auch alles bis aufs Weitere ergebnisoffen.

(stef)
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