Kaarst: Kiosk-Räuber stehen vor Gericht

Kaarst : Kiosk-Räuber stehen vor Gericht

Nach einem brutalen Raubüberfall auf einen Kiosk an der Neusser Straße müssen sich ab Donnerstag zwei Kaarster Berufsschüler vor dem Neusser Amtsgericht verantworten. Die beiden 17 und 18 Jahre alten Jungen sollen Anfang April die Kiosk-Verkäuferin mit zwei Messern bedroht und knapp 400 Euro geraubt haben. Jetzt müssen beide mit Gefängnisstrafen rechnen.

Das mutmaßliche Motiv der jungen Männer waren Schulden. Laut Ermittlungen spielten auch Drogen eine Rolle, beide Jugendliche sind bereits vorbestraft. Gegen einen der beiden hatte das Neusser Amtsgericht nach seiner Festnahme zunächst einen Haftbefehl erlassen, diesen aber direkt darauf unter Auflagen außer Vollzug gesetzt. Das nutzte der junge Kaarster, um laut Ermittlungen weitere Straftaten zu begehen. So soll er in einer Neusser Arztpraxis den Schlüssel für einen Motorroller gestohlen und das Fahrzeug anschließend entwendet haben. Auch der Diebstahl von zwei Fahrrädern vom Gelände des Neusser Humboldt-Gymnasiums wird ihm zur Last gelegt. "Daraufhin haben wir den Haftbefehl wieder in Vollzug gesetzt, der Angeklagte wartet demnach in der Untersuchungshaft auf seinen Prozess", so der zuständige Richter Heiner Cöllen.

Schlimme Folgen hatte der Raub für die betroffene Kiosk-Verkäuferin. Die Frau ist seit der Tat traumatisiert und leidet unter Schlafstörungen. Sie soll in dem Verfahren am Donnerstag als Zeugin aussagen.

(mape)
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