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Kaarst: Katholische Familienzentren zertifiziert

Kaarst : Katholische Familienzentren zertifiziert

Fünf Kindertagesstätten wurden erneut vom Erzbistum Köln als katholische Familienzentren ausgezeichnet.

Seit fünf Jahren hängt neben dem Eingang des Martinus-Kindergartens ein besonderes Schild, das ihn, zusammen mit vier weiteren katholischen Kindertagesstätten in Kaarst, als "Katholisches Familienzentrum" ausweist. Das Erzbistum zeichnete das Netzwerk als eines der ersten katholischen Familienzentren überhaupt aus. In der vergangenen Woche wurden die Einrichtungen vom Erzbistum bei einer Messe feierlich rezertifiziert.

"Wir bieten eine pastorale Einbindung der Kindertagesstätten in das Netzwerk der Pfarreiengemeinschaft Kaarst/Büttgen an", erklärt Diakon Martin Becker die Besonderheit eines katholischen Familienzentrums. Verwirrungen ob der doppelten Nutzung des Begriffs "Familienzentrum" kennt Becker nur zu gut. Denn die Kita ist auch "Familienzentrum NRW". Das sind Kitas, die verschiedene familienunterstützende Angebote für Eltern und ihre Kindern anbieten. Diese Idee steht auch hinter dem katholischen Familienzentrum, nur zusätzlich wird das gesamte Netzwerk der Pfarreiengemeinschaft mit einbezogen.

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Eine Kita mit katholischer Trägerschaft unterscheidet sich auch in ihrem Erziehungsprofil von städtischen Einrichtungen. "In einer Kita mit katholischer Trägerschaft wird religionspädagogisch gearbeitet. Das heißt, wir binden den Glauben in unsere Arbeit mit ein, besprechen mit den Kindern religiöse Feste und Persönlichkeiten, geben ihnen damit ein religiöses Profil", erklärt Stefanie van Wezel, Leiterin des Martinus Kindergarten.

Die Leitungsteams der Kitas treffen sich monatlich, um gemeinsame Angebote — beispielsweise Elternabende — zu besprechen. "Dadurch, dass wir mit fünf Tagesstätten zusammenarbeiten, können wir natürlich ein sehr breites Angebot machen", sagt Stefanie van Wezel. Im Netzwerk arbeiten die Kitas aber nicht nur untereinander zusammen. Wichtig ist auch die Zusammenarbeit mit den Pastoralteams. Einige der religionsspezifischen Angebote für die Kinder sind das gemeinsame Besuchen der Messe, Palmstockbasteln für Palmsonntag und die Teilnahme an der Froenleichnamsprozession mit einer Station vor der Kita. "So integrieren wir die Kinder von klein auf in die Gemeinde", beschreibt van Wezel die Vorzüge solcher Aktionen. Zusätzlich gibt es viele Angebote mit den Einrichtungen den Pfarrein. Die Kinder der Vorschulgruppen des Martinus- Kindergartens lernen in der Pfarrbücherei den Umgang mit Büchern, andere treffen sich mit Senioren aus den Altenheimen.

All dies kommt bei den Familien offenbar gut an. Die Elternräte werden beim jährlichen Treffen der großen Koordinierungsgruppe mit einbezogen. Dort treffen alle Leitungsteams, Pastoralkräfte, Vertreter der Pfarrausschüsse und weitere Kooperationspartner, wie beispielsweise das Edith Stein Haus oder die Caritas, zusammen. "Das Netzwerk ist ein Erfolgsmodell", sagt auch Diakon Becker. Deswegen durften die Leitungsteams der Kitas jetzt auch erneut das Schild "Katholisches Familienzentrum" in Empfang nehmen.

(NGZ)